Bitcoin-Achterbahn! Wie geht es weiter?

Die Kursschwankungen beim Bitcoin (BTC) sind nichts für schwache Nerven:

Binnen weniger Stunden kann die Krypto-Währung Kurssprünge im 2-stelligen Prozent-Bereich verbuchen. Das ist gerade wieder in den letzten Tagen deutlich geworden.

Werden wir auch in Zukunft mit einer erhöhten Volatilität beim Bitcoin rechnen müssen?

Von einem neuen Allzeithoch bei über 58.000 US-Dollar am vergangenen Sonntag korrigierte der Bitcoin (BTC) inzwischen um mehr als 20%.

Die Konsolidierung ist im vollen Gange, am Freitag fiel die führende Krypto-Währung zeitweise unter die Marke von 45.000 US-Dollar.

Grundsätzlich sind diese Kurssprünge für Bitcoin nicht ungewöhnlich, immerhin ist die Krypto-Leitwährung für seine Kurskapriolen bekannt.

Trotzdem erscheint uns der Krypto-Markt gerade besonders volatil.

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Der Kursverfall in den letzten Tagen fiel mit einem Rücksetzer an den Aktien-Märkten – besonders bei Technologie-Aktien – zusammen.

Insofern stellt sich nun die Frage, ob man in Zukunft mit einer erhöhten Volatilität, womöglich in Korrelation zu den Finanz-Märkten, rechnen sollte.

Wird Bitcoin abhängiger vom Finanz-Markt?

Bitcoin (BTC) ist bisher eher als antizyklisches Asset bekannt, das in Krisenzeiten als „sicherer Hafen“ profitiert.

Immerhin ist die erste „Krypto-Währung“ zu Zeiten der Finanzkrise (2007/2008) entstanden.

Über die Motive Satoshi Nakamotos lässt sich nur mutmaßen:

Sicher ist aber, dass Bitcoin als eine Art „Gegenentwurf“ zu staatlichen Währungen wahrgenommen wurde – und sich damit auch gegenläufig zu vielen bekannten Anlage-Klassen verhielt.

Den ersten „großen“ Kursanstieg auf knapp 1.000 US-Dollar konnte Bitcoin (BTC) Ende 2013 machen – unter anderem bedingt durch die europäische Banken-Krise. Nicht umsonst wird Bitcoin auch „digitales Gold“ bezeichnet.

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Gleichzeitig gibt es jedoch auch Perioden, in denen sich Bitcoin (BTC) relativ ähnlich zu Aktien und Co. verhielt, wie etwa beim Kursverfall Anfang letzten Jahres.

Gold erging es zeitweise nicht anders.

Danach bewies der Bitcoin jedoch große Stärke, als er sich schneller als andere Anlage-Klassen erholte und Ende des Jahres zu einer Kurs-Rallye ansetzte.

Die zunehmende Verbreitung von Bitcoin (BTC) und das Engagement professioneller Investoren sprechen eher dafür, dass sich die Digital-Währung anderen Anlage-Klassen annähert. Die Krypto-Währung wird zunehmend zu einem Teil des Finanz-Marktes.

Dennoch ist nicht davon auszugehen, dass sich Bitcoin nun im Gleichklang mit den Finanz-Märkten entwickeln wird. Die Krypto-Währung ist eine neue, eigene Anlage-Klasse, die nur bedingt mit anderen Anlage-Klassen korreliert.

Das langfristige Bild

Auf lange Sicht zeigt sich:

Der Bitcoin (BTC) war von Anfang an ein volatiles Gut. Der Bitcoin-Volatilitäts-Index (siehe Grafik unten) weist für die ersten Jahre teils eine deutlich höhere Volatilität als aktuell auf.

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So gab es bereits Ende 2011 und Anfang 2013 ähnlich starke Kursentwicklungen wie jetzt, jeweils gefolgt von einer starken Korrektur.

Die Höchststände von damals sind neben den aktuellen Kursniveaus allerdings kaum noch sichtbar.

Zwar ist die Volatilität zuletzt wieder angestiegen, sie liegt aber immer noch unter dem Niveau von Anfang des letzten Jahres – als Bitcoin (BTC) im Zuge der Corona-Krise deutlich korrigierte. Insofern ist es gut möglich, dass wir uns auch in nächster Zeit auf Kursschwankungen einstellen müssen.

Der Anstieg auf über 50.000 US-Dollar ist in sehr kurzer Zeit geschehen:

Größere und zügige Kursrücksetzer sind nicht auszuschließen.

Auf diesen Kursniveaus erscheinen die absoluten Gewinne und Verluste des Bitcoins natürlich auch höher. Dazu kommen zunehmend Anleger, die die Krypto-Währungen mit Hebel handeln.

Auch JPMorgan zweifelte jüngst – angesichts der erhöhten Volatilität – an der Nachhaltigkeit des Bitcoin-Anstiegs.

Die neuen Höchststände seien nur zu einem kleinen Teil durch institutionelle Zuflüsse erklärbar.

MicroStrategy CEO Michael Saylor ist da optimistischer. Er ist von der Volatilität weniger beeindruckt. Vor kurzem wurde bekannt, dass sein Software-Unternehmen eine weitere Milliarde US-Dollar in Bitcoin umgetauscht hat.

Langfristig ist eher davon auszugehen, dass die Volatilität nach und nach sinken wird.

Mit der Bekanntheit hat Bitcoin (BTC) auch an Marktbreite gewonnen – und ist mit einer Marktkapitalisierung von knapp 1 Billionen US-Dollar kein Nischenmarkt mehr.

Der Anstieg der Liquidität wirkt sich günstig auf die Preisfindung aus und macht es für einzelne Parteien schwieriger, den Kurs nennenswert zu beeinflussen.

Außerdem dürfte sich der Einstieg institutioneller Investoren als stabilisierender Faktor erweisen. Immerhin hat diese Anlegergruppe in der Regel einen langfristigeren Anlagehorizont. Insofern stehen die Chancen gut, dass Bitcoin auf lange Sicht weniger volatil – also „schwankungsärmer“ – werden wird.

Fazit

Der Bitcoin (BTC) entwickelt sich immer mehr zu einer eigenen Anlage-Klasse – mit ihren eigenen Regeln.

Kurzfristig ist der Bitcoin nicht vor größeren Preissprüngen gefeit: Bei einem weiterwachsenden Markt sollte die Volatilität jedoch auf lange Sicht zurückgehen.

Trotz der Korrektur ist der Bullen-Markt des Bitcoins (BTC) ungebrochen:

Vor kurzem zeigte der Trendfolge-Indikator MACD ein bärisches Signal im Tages-Chart, beim Relative-Stärke-Index RSI wäre aber noch Luft nach oben. Generell sind nach solch einem exponentiellen Anstieg Korrekturen nicht ungewöhnlich und – in gewissem Maße – auch „gesund“ für die Kursentwicklung.

Dennoch wird Bitcoin (BTC) das Tempo der letzten Monate nicht ewig beibehalten können:

Trotzdem muss noch nicht das Ende der Kurs-Rallye eingeläutet sein.

Anleger sollten sich von der erhöhten Volatilität nicht beunruhigen lassen. Größere Rücksetzer bzw. Kurssprünge können sich als Kaufgelegenheit oder zur Mitnahme von Teilgewinnen eignen.