MBB Aktie – Die bessere Alternative zum E-Auto-Hype

Wir sehen derzeit in den USA einen unglaublichen Hype bei Elektrofahrzeug-Aktien.

Nicht nur bei der kursmäßig alles überragenden Tesla, sondern auch bei chinesischen Rivalen wie Nio oder der neu börsennotierten XPeng (der Xiaomi-Beteiligung) und bei kleineren Newcomern (wie Hyliion (SHLL) oder Greenpower Motor (GP)).

Es reicht schon die Ankündigung, man werde in dieses Segment einsteigen (siehe Vivopower (VVPR), um die Aktie kurzfristig explodieren zu lassen.

Dagegen will von der deutschen E-Auto-Hoffnung Aumann nach wie vor kaum jemand etwas wissen. Das könnte sich bald ändern und via MBB SE können wir Aumann mit Sicherheitsmarge kaufen.

Zu hohe Bewertungen

Die Bewertungen, die für Elektrauto-Firmen aufgerufen werden, sind inzwischen aus meiner Sicht absurd hoch.

Aktuelles Beispiel ist der Elektroauto-Newcomer XPeng (XPEV) an der NYSE, wo zunächst die IPO-Spanne von 11 bis 13 $ überschritten wurde und der Ausgabepreis auf 15 $ festgelegt wurde, während die Aktie dann noch weiter bis auf aktuell knapp 23 $ nach oben schoss.

Die Bewertung liegt damit bei abenteuerlichen 17 Mrd. $ nachdem das Unternehmen im ersten halben Jahr 2020 gerade mal 142 Mio. $ umgesetzt(!) hat und dabei operativ 202 Mio. $ Verlust erzielt hat.

Bei allen oben genannten Firmen/Aktien rate ich im Moment dringend von einem Einstieg ab.

Wer investiert ist, sollte Gewinne realisieren.

Wer in dieses Segment aktuell investieren möchte, sollte dies mit doppeltem Boden und hoher Sicherheitsmarge tun.

Die Aumann-Beteiligung

Perfekt dafür geeignet ist MBB SE. Die Beteiligungsgesellschaft hält jetzt wieder über 40 % am deutschen Elektrofahrzeug-TechnologieAnbieter Aumann (entspricht ungefähr einem Wert von ca. 75 Millionen Euro).

Aumann, der Mittelständler aus dem östlichen Münsterland, verbindet einzigartige Wickeltechnologie zur hocheffizienten Herstellung von Elektromotoren mit jahrzehntelanger Automatisierungserfahrung, insbesondere in der Automobilindustrie.

Aumann bietet dabei vollautomatisierte Produktionslinien für den Antriebsstrang von Elektroautos an, quasi die Komplettbedienung für Kunden.

Das Know-how stammt dabei auch aus dem alten Kerngeschäft, der Produktion von klassischen Spezialmaschinen, die Aumann schon seit über 80 Jahren baut. Aumann ist für die Autohersteller von zentraler Bedeutung, um die Skalierung in Richtung automatisierte Massenproduktion bewerkstelligen zu können.

Zu den Kunden gehören die wichtigsten Autobauer wie VW, BMW, Daimler und General Motors sowie Zulieferer wie Continental, Bosch (u.a. bei E-Bikes), Magna und der Mischkonzern ThyssenKrupp, wohl aber nicht Tesla.

Aber auch der chinesische Marktführer BYD sowie Elektroauto-Start-ups aus China brauchen die Produkte von Aumann.

Diese Beziehungen mit den Autobauern sind teilweise über Jahrzehnte gewachsen (mit BMW arbeitet man z.B. bereits seit 1985 zusammen), in denen gemeinsam E-Antriebsstrang Plattformen entwickelt worden sind.

Auch die Japaner Nidec, einer der wichtigsten Elektromotor-Hersteller bestellt Produktionslinien bei Aumann.

MBB-Aktie-Kurs

Dennoch hat Aumann aktuell Probleme:

Es besteht ein hoher Preisdruck und das bereinigte operative Ergebnis im ersten Halbjahr war mit minus 0,7 Mio Euro sogar leicht negativ.

MBB dagegen hat mit DTS Systeme, der Friedrich Vorwerk AG und Delignit weitere interessante Beteiligungen und sitzt zudem noch auf einer Nettoliquidität von rund 180 Millionen Euro, die die Marktkapitalisierung schon zu 43 Prozent abdeckt. MBB-CEO Dr. Christof Nesemeier hat zuletzt für über eine Million Euro aus eigener Tasche in MBB-Aktien investiert.