Häufig gestellte Fragen – Investment

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• Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin)
• Investmentsteuergesetz (InvStG)
• Bundesverband Deutscher Investment-Gesellschaften e. V. (BVI)
• Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB)

In der Regel enthält ein Aktienfonds ca. 30 bis 150 Aktien einzelner Unternehmen (ist jedoch nicht fest verankert).

• Geldmarkt
• Rentenmarkt
• Immobilienmarkt
• Aktienmarkt

Ein Investmentfonds streut das Geld der Anleger über viele verschiedene Wertpapiere. Im Idealfall werden dadurch Verluste, die einzelne Aktien oder Anleihen im Fonds-Topf verursachen, durch die Gewinne anderer Papiere aufgefangen. Zwar gelingt dies in Phasen, in denen es an der Börse generell schlecht läuft, nur in Ausnahmefällen. Trotzdem schwankt der Anteilpreis eines ohne regionale oder sonstige Beschränkungen anlegenden Aktienfonds in der Regel deutlich weniger als der Depotwert eines Anlegers, der aufgrund seines finanziell beschränkten Spielraums lediglich an fünf oder sechs börsenorientierten Unternehmen beteiligt ist.

Wer eine Kapitallebensversicherung abschließt vertraut darauf, dass die jeweilige Gesellschaft sein Geld möglichst gut anlegt und am Ende einen möglichst hohen Überschuss erwirtschaftet. Woher die Erträge im Einzelnen stammen, darüber tappen die Versicherten bis zum Schluss im Dunkeln.

Zwar bleibt auch bei einem Fonds völlig offen, wie sich das eingezahlte Vermögen über einen Zeitraum von 10, 15 oder 20 Jahren entwickelt. Jeder Anteilseigner kann jedoch anhand der jährlichen Geschäftsberichte genau nachvollziehen, wie sein Geld verwendet wird und was seine Anteile an jedem einzelnen Börsentag wert sind.

Wenn ein Aktienfonds in 40 oder 50 verschiedene Titel investiert, dann tendiert das Risiko, dass alle dahinter stehenden Unternehmen zum selben Zeitpunkt Insolvenz anmelden und somit der komplette Einsatz verloren ist, tatsächlich gegen null. Das ist der große Vorteil eines Fonds gegenüber einem Einzelinvestment. Dennoch kann es an der Börse immer wieder zu Situationen kommen, in denen einzelne Marktsegmente unter extremen Verkaufsdruck geraten.

Bislang mussten Anleger auf die erhaltenen Auszahlungen Abgeltungssteuer in Höhe von 25 Prozent entrichten. Seit 2018 müssen die Fonds selbst eine Steuer in Höhe von 15 Prozent auf bestimmte inländische Erträge entrichten. Bei Immobilienfonds gilt diese Steuer insbesondere für Mieterträge und Gewinne aus der Veräußerung von Immobilien, also auf die beiden wesentlichen Einnahmequellen der Fonds. Im Gegenzug reduziert sich durch die sogenannte Teilfreistellung die Abgeltungssteuerlast, die der Anleger auf seine erhaltenen Auszahlungen tragen muss. Die genaue Höhe richtet sich nach Art des Fonds: bei Aktienfonds sind beispielsweise 30 Prozent der Ausschüttungen steuerfrei, bei offenen Immobilienfonds 60 Prozent, bei offenen Immobilienfonds mit Auslandsschwerpunkt sogar 80 Prozent.

Laut Albert Einstein ist der Zinseffekt die größte mathematische Entdeckung aller Zeiten. Welche Kraft dahinter steckt, verdeutlicht das folgende Beispiel: Angenommen, ein Anleger investiert 10.000 Euro und bekommt dafür jedes Jahr 6 % Zinsen. Lässt er sich diese Zinsen regelmäßig auszahlen, hat ihm das Investment nach zehn Jahren insgesamt 6.000 Euro Zinsen eingebracht, insgesamt stehen also 16.000 Euro zur Verfügung.

Anders sieht die Rechnung aus, wenn die Zinsen jeweils am Ende des Jahres dem Investment zugeschlagen werden und ihrerseits Zinsen bringen. Der Mehrertrag beläuft sich also auf 1.908,49 Euro oder 11,9 %, die praktisch aus dem Nichts entstanden sind. Kleine Fische. Nicht, wenn Sie das Beispiel konsequent weiterrechnen.

Im Laufe der Zeit nämlich wächst das Vermögen durch den Zinseszinseffekt immer schneller, nach 50 Jahren stehen bereits 184.201,54 Euro auf dem Konto. Lässt sich der Anleger den Ertrag Jahr für Jahr auszahlen, sind es nur 30.000 Euro Zinsen, vorausgesetzt natürlich, er hat die Zinsen nicht längst für andere, möglicherweise nebensächliche Dinge ausgegeben. Obwohl die Zusammenhänge banal sind, werden sie nur von den wenigsten Anlegern wahrgenommen und beherzigt. Sie gelten nicht nur für Rentenfonds, sondern ebenso für Aktienfonds und im Grunde für alle anderen Formen der Geldanlage. Deshalb spielt der Zinseszinseffekt auch bei der Altersvorsorge eine zentrale Rolle.

Das hängt davon ab, welchen Fonds Sie kaufen und wo Sie ihn kaufen. Grundsätzlich gilt:
Wenn Sie Ihr Geld von einer Investmentgesellschaft managen lassen möchten, zahlen Sie dafür quasi ein Eintrittsgeld, einen Ausgabeaufschlag. Diese Gebühr variiert von Anbieter zu Anbieter, meistens beträgt sie jedoch für Kurzläuferfonds ein Prozent, für Rentenfonds drei Prozent und für Aktienfonds fünf Prozent. Geldmarktfonds dagegen sind meist ohne Aufschlag zu haben.
Mit dem Ausgabeaufschlag decken die Anbieter Ihre Vertriebskosten, er fließt also als eine Art Honorar an den Vermittler der Fondsanteile. Zusätzlich werden Verwaltungskosten, die je nach Fonds stark schwanken, fällig.

Es gibt sehr viele Fonds mittlerweile auch als -net- Variante ohne Ausgabeaufschlag, dafür aber mit etwas mehr jährlicher interner Verwaltungsvergütung. Je nach Anlagehorizont sind diese über die Gesamtlaufzeit teurer oder günstiger.

801 Euro bzw. 1.602 Euro.

• ja, Aktienfonds unterliegen in der Regel stärkeren Schwankungen als die anderen klassischen Kapitalmärkte
• daher empfiehlt sich ein Anlagehorizont von 7 Jahre und länger, um auch bei möglichen Schwankungen die angestrebte positive Rendite zu erzielen

Grundsätzlich ist die Investition in internationale Aktienfonds eine sehr gute Entscheidung, denn bei global ausgerichteten Fonds kann das Management weltweit Marktchancen nutzen, also in den aktuell aussichtsreichsten Markt investieren. Das Management muss, wenn z.B. Europa allgemein im Verhältnis zu den USA nicht gut läuft, nicht in Europa investieren oder wählt daraus nur wenige ausgewählte Unternehmen. Neben der Aufteilung auf verschiedene Branchen senkt auch eine länderübergreifende Streuung das Verlustrisiko. Daher ist es empfehlenswert, großen Wert auf eine internationale Streuung über die wichtigsten Anlageregionen und über die wichtigsten Branchen zu legen.

Es gibt wachstumsorientierte Growth Ansätze und eher substanzorientierte Value Ansätze. Letztere nehmen in erster Linie Papiere in den Fonds, die gemessen am Buchwert des betreffenden Unternehmens (etwa Summe aller Grundstücke, Maschinen oder Patente) unterbewertet erscheinen und zudem über hohe frei verfügbare Geldmittel (Cashflow) verfügen. Charakteristisch für ein solches Unternehmen sind auch stille Reserven und eine vergleichsweise niedrige Verschuldung.

Demgegenüber achtet ein Growth Manager vor allem darauf, ob und in welchem Umfang Umsätze und Gewinne der jeweiligen Firma steigen. Der augenfälligste Unterschied: Growth Fonds sind etwas größeren Schwankungen unterworfen. Das rührt daher, dass Wachstumsaktien im Verhältnis zu ihrem Gewinn meist zu deutlich höheren Preisen gehandelt werden als Substanztitel.

Sofern der Anlagehorizont langfristig ist, eindeutig ja. Dazu gehört unter anderem, dass das Depot aus mehreren, aufeinander abgestimmten Fonds besteht und in seiner Gesamtheit international (ggf. auch europäisch) ausgerichtet ist. Die beiden wichtigsten Argumente: Die Wahrscheinlichkeit, schlechter abzuschneiden als Festzinspapiere, sinkt mit zunehmender Anlagedauer erheblich, ebenfalls das Verlustrisiko, wenn schon über Jahre Gewinne erzielt wurden und der Zinseszinseffekt führt zu enormen Unterschieden in der Anlagensumme.

Der Cost-Average-Effect (Durchschnittskosteneffekt) besagt: Wer regelmäßig einen festen Betrag in eine mit dem Auf und Ab der Börsen schwankende Anlageform einzahlt, kauft bei niedrigen Preisen relativ viele und bei hohen Preisen relativ wenige Anteile. Damit sichern sich die Anleger langfristig einen günstigeren Einstiegspreis, als wenn sie jeden Monat eine bestimmte Anzahl von Fondsanteilen kaufen würden.

Der unbestrittene Nutzen von langfristigem Fondssparen hat nichts mit einem systematisch renditeerhöhenden Cost-Average-Effect zu tun. Lediglich für risikoaverse Anleger scheint ein psychologischer, emotionaler Wahrnehmungsvorteil interessant zu sein. Statistisch bringt der Cost-Average-Effect keine langfristig höhere Rendite im Vergleich zur Einmalanlage, er reduziert nur die Volatilität. Der CAE bedeutet nicht automatisch, dass ein Anleger mit einer ratierlichen Investition gegenüber einem Anleger mit einer Einmalanlage Vorteile hat! Statistisch betrachtet ist sogar das Gegenteil der Fall.

Ja ist es. Nicht nur in den USA und in England, sondern auch in Ländern wie Schweden gehört die Aktienanlage in fast jedes Portfolio. Die deutsche Abstinenz hat nicht nur etwas mit Furcht zu tun, sondern auch mit Unwissenheit und der Tatsache, dass speziell bei der Altersvorsorge die Lebensversicherung aufgrund ihres Steuerprivilegs über Jahrzehnte hinweg eine dominierende Rolle spielte. So lässt sich sagen, dass dieses typisch deutsche Problem auf die deutsche Versicherungswirtschaft zurückgeht.

Hedge-Fonds (der englische Begriff „Hedge“ steht für Hecke, daraus abgeleitet für absichern) bündeln aus Gründen der Risikostreuung verschiedene Finanzinstrumente. Ihre Manager genießen aber deutlich mehr Freiheiten und können im Prinzip auf jede Marktbewertung wetten, auf steigende und fallende Aktienkurse genauso wie auf einzelne Währungen und auf Rohstoffe.

Volatilität bedeutet sinngemäß auf und ab. Die entsprechende Kennzahl beschreibt, wie stark der Preis eines Fondsanteils über einen bestimmten Zeitraum schwankt. Dazu wird der durchschnittliche Anteilspreis in einer bestimmten Zeit berechnet, meistens über 36 Monate. Anschließend wird gemessen, wie weit sich der Anteilspreis in dieser Zeit vom Durchschnittswert entfernt hat. Man errechnet also die Schwankungsbreite um den Mittelwert herum. Je größer diese ist, umso volatiler und damit risikoreicher ist ein Fonds, diese höheren Risiken sollten nur in Erwartung höherer Chancen eingegangen werden.

Nach dem amerikanischen Wirtschaftswissenschaftler W.F. Sharpe benanntes Maß für die Überschussrendite in Bezug auf eingegangenes Risiko. Als Überschussrendite wird die risikolose Rendite definiert, die über ein Festgeld hinausgeht. Dabei wird zuerst die risikolose Verzinsung von der Performance des Fonds abgezogen, und anschließend das Ergebnis durch die Volatilität dividiert.

Nachhaltige Investments

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E – environmental / Umwelt
S – social / Soziales
G – governance / gute Unternehmens- bzw. Staatsführung

• Best in Class
• Negativscreening
• Positivkriterien

Best in Class: die „nachhaltigsten“ Anlagen einer Branche werden identifiziert

Negativscreening: Ausschluss von unerwünschten Geschäftspraktiken

Positivkriterien: Förderung von erwünschten Geschäftspraktiken

Mit einem Negativ-Screening hat man die Möglichkeit, harte Ausschlusskriterien in Form von Umsatztoleranzen zu definieren. Diese bestimmen den Anteil des Umsatzes, den ein Unternehmen in einem ausgeschlossenen Geschäftsfeld oder durch eine unerwünschte Praxis maximal machen darf, um in einer Anlage berücksichtigt zu werden. Für Staaten gelten absolute Negativ-Screenings.

Engagement beschreibt einen langfristigen Dialog von Investoren und Unternehmen mit dem Ziel, die Unternehmensführung unter Berücksichtigung von sozialen, ethischen und ökologischen Kriterien zu gewinnen. Dies beinhaltet unter anderem den direkten Kontakt zu Unternehmen, Gespräche mit anderen Organisationen und Entscheidungsträgern aus Politik und Wirtschaft. Der Ansatz geht über die bloße Stimmenabgabe bei der Hauptversammlung hinaus.

Beim Impact Investment stehen das Verfolgen von bestimmten ökologischen und sozialen Zielen im Vordergrund, nicht allein die Rendite der Anlage. Investitionen in Unternehmen, Organisationen und Fonds mit der gezielten Absicht, neben einer positiven finanziellen Rendite messbare, positive Auswirkungen auf die Umwelt oder die Gesellschaft zu erzielen. Beispiele für Impact Investments sind Mikrofinanzierung und Social Business- oder Entrepreneurship-Fonds.

Das FNG (Forum Nachhaltige Geldanlagen) ist seit 2001 der Fachverband für Nachhaltige Geldanlagen in Deutschland, Österreich, Liechtenstein und der Schweiz. Das FNG Nachhaltigkeitsprofil

• dient als Orientierungshilfe bei der Auswahl nachhaltiger Publikumsfonds
• stellt Kunden und Finanzberatern überblicksartig die verwendeten Nachhaltigkeitskriterien und weitere Eckdaten zum Fonds zur Verfügung.
• basiert auf der FNG-Matrix – einer Datenbank für alle Informationen rund um nachhaltige Publikumsfonds. Mit ihrer Hilfe können die ESG-Kriterien verschiedener Fonds einfach und schnell verglichen werden.

Nein. Alle größeren Studien, die wissenschaftlich zu dem Thema erstellt wurden, kommen zu dem Ergebnis, dass kein signifikanter negativer Effekt für die Rendite ersichtlich ist. Einige Studien bescheinigen einen positiven Renditeeffekt, wenn ESG-konform angelegt wird. Ca. 70 % des Anlageerfolges entsteht durch die Auswahl der Anlageklasse (Strategische Allokation), nicht von
der Einzeltitelauswahl.

Nein. Das Risiko einer Geldanlage ist vor Allem eine Frage der Auswahl der Anlageklasse. Es kann daher keine grundsätzliche Aussage über das Risiko unterschiedler Fonds getätigt werden. Wenn die Anlage in der gleichen Anlageklasse ist, muss auch das Risiko ähnlich ausgestaltet sein.


Tatsächlich ist eine geringere Kurs-Volatilität zu erkennen bei den Anlagen, die auf kontroverse Unternehmen mit regelmäßigen Skandalen verzichten. Dies ist bei Fonds mit nachhaltigen Anlagestrategien verstärkt der Fall.

Das finanzielle System in Deutschland

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Der damalige Reichskanzler Otto Bismarck führte im Jahr 1883 die Krankenversicherung, im Jahr 1884 die Unfallversicherung und im Jahr 1889 die Rentenversicherung ein.

Das Umlageverfahren bzw. die Umlagefinanzierung ist ein Finanzierungsverfahren, das in verschieden Zweigen der Sozialversicherung angewendet wird. Dabei werden die laufenden Ausgaben für Versicherungsleistungen und Verwaltungsaufgaben im Wesentlichen aus den laufenden Einnahmen finanziert, die in erster Linie aus Beitragszahlungen und teilweise auch durch Zuweisungen des Bundes (Bundeszuschuss) finanziert werden.

Umlageverfahren: Die eingezahlten Beiträge werden unmittelbar für die Finanzierung der erbrachten Leistungen herangezogen, wobei vom Versicherungsträger in geringem Umfang Rücklagen gebildet werden können (z. B. Nachhaltigkeitsrücklage der gesetzlichen Rentenversicherung).

Kapitalgedecktes Verfahren: Die Einzahlungen werden angelegt und verzinst, um im Leistungsfall (z. B. bei Eintritt in den Ruhestand) ausgezahlt zu werden; oft wird hierbei für jeden Versicherten ein eigenes Konto eröffnet.

Laut Angaben des statistischen Bundesamtes lag die durchschnittliche Lebenserwartung in Deutschland für Männer im Jahr 1900 bei etwa 46,4 und für Frauen bei etwa 52,5 Jahren. Das Renteneintrittsalter lag zum damaligen Zeitpunkt bei 70 Jahren. Bei Wiedereinführung nach dem 2. Weltkrieg kam etwa ein Rentner auf sechs Erwerbstätige. Nach den aktuellen Daten hat das Bundesamt eine durchschnittliche Lebenserwartung für einen heute geborenen Jungen von 81,7 und für ein Mädchen von 87,8 Jahren berechnet. Künftig steht ein Rentner zwei Erwerbstätigen gegenüber (doppelter Alterungsprozess).

In der umlagefinanzierten Rentenversicherung gilt der Generationenvertrag, d.h. dass die im Arbeitsleben stehende Generation die Renten für die Generation der Rentner erarbeitet. Die monatlich von AN und AG vorgenommenen Einzahlungen in die staatliche Rentenkasse sollen zur Finanzierung der laufenden Rentenzahlungen dienen. Neben diesen Beitragszahlern, zahlt der Bund vier unterschiedliche Zuschüsse an die Rentenversicherung.

Das Rentenniveau zeigt die Relation zwischen der Höhe einer Rente (45 Jahre Beitragszahlung auf Basis eines durchschnittlichen Einkommens) und dem durchschnittlichen Einkommen eines Arbeitnehmers/einer Arbeitnehmerin. Das Rentenniveau liegt zurzeit bei rund 48 Prozent des letzten Nettoeinkommens.

Für die Berechnung des Rentenniveaus wird der sogenannte Eckrentner zugrunde gelegt. Im Jahr 2004 lag das Rentenniveau bei 53,0 % des Nettolohns. Im Zuge einer jüngeren Rentenreform wird das Rentenniveau ab 2005 durch die Einführung eines Nachhaltigkeitsfaktors bis 2030 auf 44,3 % abgesenkt werden.

Altersvorsorge

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Eine fondsgebundene Lebensversicherung kann als Sicherheit an eine Bank abgetreten werden. Dieses findet meist bei der Zuteilung von Krediten statt. Bei fondsgebundenen Verträgen muss davon ausgegangen werden, dass die Bank Abschläge wegen der Volatilität vornimmt, also z.B. nur zu 70% als Sicherheit anerkennt.

Während der Beitragszahlungsphase kann der Versicherungsnehmer bei guten Lebensversicherern einen zinslosen Kredit aus dem Depotvermögen entnehmen. Dieser wird gegen eine Gebühr ausgezahlt. Der Versicherungsschutz bleibt aber in der alten Höhe bestehen.

Bei einer Rentenversicherung beantragt der Versicherungsnehmer eine Altersrente und bei einer Kapitalversicherung eine Auszahlung eines einmaligen Kapitals. Die Auszahlung des Kapitals kann auch über einen längeren Zeitraum ausgezahlt werden.

Bei Rentenversicherungen gibt es i.d.R. ein Kapitalwahlrecht, sodass man sich auch das Kapital aus einer Rentenversicherung einmalig auszahlen lassen kann.

Nach dem 01.01.2005 abgeschlossene Verträge mit Auszahlung eines Einmalkapitals werden, sofern die 12/62-Regel eingehalten wurde, nach dem Halbeinkünfteverfahren besteuert. Wenn die 12/62-Regel nicht eingehalten wurde, ist die Einmalleistung im vollen Rahmen Kapitalertragssteuer/Abgeltungssteuerpflichtig.

Erträge aus vorherig gezeichneten Verträgen sind steuerfrei. Die ratierlichen Auszahlungen aus Rentenversicherungen werden nach der Ertragsanteilbesteuerung versteuert. Ausnahmen sind die neuen Produkte nach dem Alterseinkünftegesetz vom 01.01.2005. Der Todesfallschutz bei einer Rentenversicherung ist die in der Police ausgewiesene, garantierte Einmalleistung für den Todesfall, ggfs. zzgl. Überschüsse.

Bei Tod nach Rentenbeginn wird die Rente im Rahmen der vereinbarten Rentengarantiezeit ausgezahlt, d.h. die Hinterbliebenen bekommen für einen vereinbarten Zeitraum weiter die ratierliche Rente gezahlt (in der Regel 5-10 Jahre), bei der Kapitalversicherung ist eine Todesfallsumme vereinbart oder es wird der Depotwert ausgezahlt.

Der Unterschiedsbetrag ist der Ertrag abzüglich einer Teilfreistellung in Höhe von 15 Prozent.

Das ausgezahlte Kapital wird pauschal mit dem jeweiligen Ertragsanteilsteuersatz besteuert. Je nach Alter bei Auszahlung schwankt der Steuersatz. Mit 65 Jahren liegt dieser z. B. bei 18 %.

Mit dem jeweiligen Ertragsanteilsteuersatz. Bis 2004 waren die Ertragsanteilsteuersätze höher als die aktuellen. Relevant ist der Steuersatz in dem Moment der Auszahlung.

Am Ende der Laufzeit werden hierbei aktienorientierte Portefeuilles in Märkte mit geringerer Volatilität nach und nach umgewandelt.

Die Nachfahren erhalten nach Rentenbeginn kein Kapital, sondern nur eine Rente im Rahmen der vereinbarten Rentengarantiezeit (vor Rentenbeginn Kapitalauszahlung, wenn nicht Schicht 1 ohne Hinterbliebenenschutz).

Ebene 1: Beiträge in Leibrenten (Rürup-Renten) und der gesetzlichen Rentenversicherung sind seit 2005 zu 60 % steuerlich absetzbar. Dieser Betrag erhöht sich bis 2025 auf 100 %, die bezogene Rente ist bei Renteneintritt ab 2040 zu 100 % zu versteuern.

  • 2005: 50 %
  • 2020: 80 %
  • 2040: 100 %

Ebene 2: Beiträge zur betrieblichen Altersvorsorge (BAV) und zur Riester-Rente sind bis zu festgelegten Höchstgrenzen steuerlich absetzbar. Bis (voraussichtlich) 31.12.2008 besteht zudem eine Sozialversicherungsbefreiung. Die bezogene Rente ist zu 100 % zu versteuern. Zudem werden bei der bAV Sozialversicherungsbeiträge in voller Höhe (da keine Teilung mit AG) auf die Rente gezahlt.

Ebene 3: Beiträge zur privaten Altersvorsorge sind nicht steuerbegünstigt. Die bezogene Rente ist mit dem Ertragsanteil (je nach Renten-Eintrittsalter) zu versteuern. Bei unregelmäßiger Entnahme aus dem Fondsvermögen bzw. vollständiger Kapitalauszahlung, werden die Beträge nach dem Halbeinkünfteverfahren versteuert
(wenn die 12/62-Regel greift).

Berufsunfähigkeit, Risikoleben und Unfallversicherung

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Eine Risikolebensversicherung ist eine Individualversicherung, die im Falle des Todes der versicherten Person den im Vertrag begünstigten Personen die vereinbarte Summe auszahlt.

Die Versicherungssumme bzw. die Summenverläufe einer Risikolebensversicherung können bspw. konstant, fallend (linear oder annuitätisch) oder sogar wahlfrei (frei wählbare Versicherungssumme für jedes Jahr der Laufzeit) abgeschlossen werden.

Die versicherte Person ist diejenige Person, auf dessen Leben der Versicherungsschutz abgeschlossen wurde. Ist der Versicherungsnehmer nicht gleichzeitig versicherte Person, ist der Vertrag nur gültig, wenn die versicherte Person ihre schriftliche Einwilligung gegeben hat (Ausnahme: Todesfallsumme übersteigt nicht den Betrag der gewöhnlichen Bestattungskosten in Höhe von 7.500 Euro).

Eine verbundene Risikolebensversicherung ist eine Versicherung, die das Leben von zwei oder mehreren Personen absichert. Die Versicherungssumme wird bei Tod einer versicherten Person an die jeweils andere Person ausgezahlt. Kommen beide versicherten Personen gleichzeitig ums Leben (z.B. bei einem Unfall), wird in jedem Fall die Versicherungssumme nur einmal fällig. Ein solcher Vertrag ist ggf. nur sinnvoll, wenn für beide Versicherten gleich hohe Todesfallleistungen wichtig sind und nach dem Tod des einen Versicherten für den anderen kein weiterer Versicherungsschutz mehr benötigt wird (zum Beispiel bei Versicherungen von Geschäftspartnern oder bei der Absicherung eines gemeinsamen Darlehens).

Die Risikolebensversicherung ist sehr wichtig für alle, die Hinterbliebene (Mann, Frau, Kinder, Eltern) zu versorgen haben. Des Weiteren können sich Geschäftspartner gegenseitig absichern. Auch die Absicherung von Finanzierungen (z.B. ein Immobiliendarlehen) kann sehr sinnvoll sein.

Die Dread Disease ist eine Versicherung für den Fall des Eintritts bestimmter schwerer Erkrankungen (Schwere Krankheiten Vorsorge). Die Anzahl der schweren Krankheiten ist von Versicherer zu Versicherer unterschiedlich und variiert zwischen 30-40 Krankheiten. Neben den schweren Krankheiten können auch optionale Leistungen wie z.B. eine lebenslange Versicherungsdauer, eine Todesfallleistung oder Berufsunfähigkeits-, Erwerbungsunfähigkeits- oder Pflegeschutz vereinbart werden.

Eine Keyman-Versicherung ist eine Versicherung gegen das Risiko eines finanziellen Ausfalls durch Tod, Erkrankung oder Unfall einer Führungskraft im Unternehmen (Schlüsselkraftversicherung). Wird eine schwere Krankheit vom Arzt diagnostiziert, erhalten Sie aus der Keyman-Versicherung die vereinbarte Versicherungssumme (z. B. 250.000 €) ausgezahlt.

Die Grundfähigkeitsversicherung ist eine Risikoversicherung, die den Verlust von bestimmten definierten Grundfähigkeiten durch Auszahlung einer monatlichen Rente auffangen soll. Diese werden in motorische (z.B. Gehen, Stehen, Sitzen, Gebrauch der Arme), feinmotorische (z.B. Gebrauch der Hände), sensorische (z.B. Sehen, Hören, Sprechen) oder intellektuelle (z.B. Auffassungsgabe, Gedächtnis, Handlungsplanung, Orientierung, Eigenverantwortliches Handeln) Grundfähigkeiten unterschieden.

Die Grundfähigkeitsversicherung kann durch weitere Bausteine/Optionen wie z.B. Pflege, Psyche oder schwere Krankheiten erweitert werden. Man spricht dann von einer sogenannten Funktionsinvaliditätsversicherung. Bei der Grundfähigkeitsversicherung besteht kein direkter Bezug zur ausgeübten beruflichen Tätigkeit des Versicherten. Die Zahlung einer Rente ist unabhängig von einer Berufsunfähigkeit. Man bekommt auch die vereinbarte Rente, wenn der Beruf weiter ausgeübt wird/werden kann!

Da die Grundfähigkeit unabhängig von einer Berufsunfähigkeit ist, kann der Versicherte sogar ganz oder teilweise wieder einen Beruf ausüben, ohne den Anspruch auf seine Rente zu verlieren, solange er weiter im Sinne des Fähigkeitenkataloges beeinträchtigt ist. Für die Grundfähigkeitsversicherung sprechen klare und objektive Leistungskriterien, eine einfache und schnelle Leistungsregulierung, einfache Annahmemöglichkeiten und ein wesentlich größerer versicherbarer Personenkreis.

Ein Beispiel: Eine Erkrankung der Wirbelsäule führt bei Berufsunfähigkeitsversicherungen meist zum Ausschluss. Bei der Grundfähigkeitsabsicherung erfolgt normalerweise die Annahme.

Berufsunfähig sind Versicherte, deren Erwerbsfähigkeit wegen Krankheit oder Behinderung im Vergleich zur Erwerbsfähigkeit von körperlich, geistig und seelisch gesunden Versicherten mit ähnlicher Ausbildung und gleichwertigen Kenntnissen und Fähigkeiten auf weniger als sechs Stunden gesunken ist. Der Kreis der Tätigkeiten, nach denen die Erwerbsfähigkeit von Versicherten zu beurteilen ist, umfasst alle Tätigkeiten, die ihren Kräften und Fähigkeiten entsprechen und ihnen unter Berücksichtigung der Dauer und des Umfangs ihrer Ausbildung sowie ihres bisherigen Berufs und der besonderen Anforderungen ihrer bisherigen Berufstätigkeit zugemutet werden können.

Zumutbar ist stets eine Tätigkeit, für die die Versicherten durch Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben mit Erfolg ausgebildet oder umgeschult worden sind. Berufsunfähig ist nicht, wer eine zumutbare Tätigkeit mindestens sechs Stunden täglich ausüben kann; dabei ist die jeweilige Arbeitsmarktlage nicht zu berücksichtigen (§240 Abs. 2 SGB VI).

In der Deutschen Rentenversicherung gibt es seit dem 01.01.2001 den Begriff der „Erwerbsunfähigkeit“ nicht mehr. Der Begriff findet sich aber noch an mehreren Stellen im Gesetz, an denen auf alte Regelungen Bezug genommen wird. Vor dem 01.01.2001 fand sich die gesetzliche Definition von „Erwerbsunfähigkeit“ im § 44 Abs. 2 des sechsten Buch Sozialgesetzbuch (SGB VI).

Unter abstrakter Verweisung versteht man die Verweisung des Versicherten auf einen nicht ausgeübten Beruf. Diese/r sogenannte Verweisungsberuf/ -tätigkeit muss der Versicherte in der Regel aufgrund seiner Ausbildung und Erfahrung unter Berücksichtigung des Grades seiner Erkrankung ausüben können. Darüber hinaus muss die Lebensstellung, die regelmäßig mit der Ausübung der Verweisungstätigkeit erreicht wird, seiner bisherigen Lebensstellung entsprechen.

Das Arbeitsplatzrisiko trägt der Versicherte also selbst. Die Vertragsbedingungen einiger Anbieter enthalten eine Klausel, nach der eine BU-Rente verweigert werden kann, wenn der Kunde gesundheitsbedingt zwar nicht mehr im versicherten Beruf einsetzbar ist, aber aufgrund seiner Kenntnisse und Fähigkeiten theoretisch noch in einer anderen, bezüglich Einkommen und sozialer Stellung vergleichbaren Tätigkeit arbeiten kann, unabhängig davon, ob er aufgrund seiner gesundheitlichen Beeinträchtigungen überhaupt noch die Chance hat, eine solche Stelle zu finden.

Übt ein Versicherter, obwohl er in seinem bisher ausgeübten Beruf berufsunfähig ist, eine andere Tätigkeit aus und verweigert der Versicherer aufgrund dieser Tatsache die vereinbarte Leistung, handelt es sich um eine konkrete Verweisung. Eine Verweisung ist in jedem Fall möglich, wenn konkret und tatsächlich eine andere Berufstätigkeit ausgeübt wird, die mit der bisherigen vergleichbar und damit zumutbar ist (konkrete Verweisung). Diese Möglichkeit bietet der Versichertengemeinschaft Schutz vor der Ausnutzung des Versicherungsschutzes, da diese Fälle nicht dem Sinn einer Berufsunfähigkeitsversicherung entsprechen.

Sachversicherungen

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Laut Gesetz haftet man für verschuldete Schäden, die man anderen zufügt, in unbegrenzter Höhe. Die Haftpflichtversicherung soll das Vermögen des Versicherungsnehmers vor berechtigten und unberechtigten Schadenersatzansprüchen Dritter schützen und soll den Versicherungsnehmer (VN) freihalten von Ansprüchen aufgrund eines Schadens, den er in einer versicherten Eigenschaft diesem Dritten zugefügt hat. Wer vorsätzlich oder fahrlässig das Leben, den Körper, die Gesundheit, die Freiheit, das Eigentum oder ein sonstiges Recht eines anderen widerrechtlich verletzt, ist dem anderen zum Ersatz des daraus entstehenden Schadens verpflichtet (§823 BGB).

• Versicherungsnehmer
• Ehegatte des Versicherungsnehmers
• Lebensgefährten
• Lebenspartner ohne Trauschein8
• Kinder des Versicherungsnehmers bzw. des Lebenspartners (Versicherer machen keinen Unterschied, ob es sich um leiblichen Nachwuchs, Stief-, Adoptiv- oder Pflegekinder handelt). Auch während des Militär- oder Zivildienstes bleibt der Versicherungsschutz bestehen. Der Versicherungsschutz für Kinder endet, sobald sie heiraten oder ihre Berufsausbildung abgeschlossen haben. Viele Versicherer berücksichtigen, dass Kinder nach einer Berufsausbildung noch studieren. Der Versicherungsschutz umfasst dann beide Ausbildungsabschnitte. Ein Zweit- oder Promotionsstudium wäre aber nicht mehr beinhaltet.
• Alleinstehende, erwachsene Familienangehörige, die mit im Haushalt wohnen.
• Hauspersonal (z. B. Kindermädchen, Reinigungskraft, Gärtner), für die Dienste, die im Auftrag des Versicherungsnehmers wahrgenommen werden.

Private Haftpflichtversicherung - schuldhafte Handlung

• Leben/Körper/Gesundheit
• Freiheit/Eigentum

Bis zu den vertraglich genannten Höchstsummen (Deckungssummen) übernehmen die Haftpflichtversicherer die Schadenersatzleistungen bei
• Personenschäden (Verletzung, Tod, Gesundheitsschädigung),
• Sachschäden (Beschädigung oder Zerstörung),
• alle Vermögensschäden infolge Personen- oder Sachschäden (finanzielle Schäden als Folge eines Personen- oder Sachschadens),
• reine Vermögensschäden, allerdings mit vielen Ausnahmen und mit eingeschränkten Deckungssummen (reine finanzielle Schäden, ohne dass ein Personen- oder Sachschaden vorangegangen ist. Beispiel: Man hat ein anderes Fahrzeug zugeparkt. Dadurch verpasst der Geschädigte einen wichtigen Termin, wodurch ihm nachweislich ein großes Geschäft platzt).

• Tierhalter (Hunde, Pferde)
• Wassersport (Bootsbesitzer)
• Haus- und Grundbesitzer (Mehrfamilienhäuser, vermietete Einfamilienhäuser)
• Gewässerschaden (Tankbesitzer)
• Jagd (Pflichtversicherung für Jäger)
• Bauherren (bei hohen Bausummen)
• Kfz

Die Forderungsausfall-Versicherung oder Ausfalldeckung deckt die eigenen Forderungen des Versicherungsnehmers und der mitversicherten Personen, die man gegen einen Dritten, zahlungsunfähigen Schadenverursacher hat.

Unter Hausrat versteht man sämtliche Gegenstände, die im gesamten Haushalt zu finden sind und die zur Einrichtung (z.B. Möbel), zum Gebrauch (z.B. Bekleidung) oder zum Verbrauch (z.B. Nahrungsmittel) dienen. Weiterhin zum Hausrat gehören Wertgegenstände wie z.B. Bargeld, Münzen, Schmuck, Briefmarken oder Antiquitäten. Entsprechend vereinbarte Entschädigungsgrenzen sind hier zu beachten.

• Brand
• Blitzschlag
• Explosion
• Anprall oder Absturz eines Luftfahrzeuges, seiner Teile oder seiner Ladung
• Einbruchdiebstahl, Raub oder der Versuch einer solchen Tat, Vandalismus nach einem Einbruch
• Leitungswasser, Rohrbruch
• Frost, Sturm, Hagel
• Elementarschäden, wenn Elementarschadenversicherung vereinbart
• Glasbruch, wenn Glasversicherung vereinbart

Der Hausratversicherer ist ersatzpflichtig, wenn
• eine versicherte Sache (z. B. Möbelstück),
• durch eine versicherte Gefahr (z. B. Brand) oder
• als Folge einer versicherten Gefahr (z. B. Löschwasser),
• am Versicherungsort,
• zerstört oder beschädigt wird oder abhandenkommt.

Versicherungsort: Versicherungsort ist die im Versicherungsvertrag bezeichnete Wohnung des VN einschließlich Keller- und Bodenräume zur Wohnung sowie Räume in Nebengebäuden auf demselben Grundstück.
Kein Versicherungsort: Räume, die ausschließlich beruflich oder gewerblich genutzt werden.

Diese sind mitversichert (wenn selbst eingebracht bzw. der Mieter die Gefahr trägt)! Dies sollte aber unbedingt auf dem Antrag vermerkt werden und gegebenenfalls in der Versicherungssumme berücksichtigen werden. Es erleichtert die Schadenabwicklung.

Es genügt eine Hausratversicherung.

Eine Rechtschutzversicherung trägt die Prozesskosten bei Streitigkeiten. Die Prozesskosten für folgende Streitigkeiten sind ausgeschlossen:
• Bauvorhaben: Nicht mitversichert sind Auseinandersetzungen bei Planung, Errichtung und Veränderung eines Grundstücks, Gebäudes bzw. Gebäudeteils (Ausnahmen mit meist langen Wartezeiten möglich)
• Bergbauschäden
• Planfeststellungs-, Flurbereinigungs-, Umlegungs- sowie Enteignungsverfahren
• Familien- und Erbrecht, z. B. Scheidung (Ausnahmen möglich)
• Kirchenrecht
• Steuer- und Abgabenrecht (in Bezug auf Grundstücke, Gewerbetreibende, Freiberufler)
• Spiel-, Wett-, Bürgschafts-, Garantie- sowie Schuldübernahmeverträge
• Innere Unruhen, Streiks sowie Aussperrung
• Erdbeben, Nuklearschäden sowie radioaktive Strahlen
• Freiwillige Gerichtsbarkeit vor Verfassungsgerichten
• Vorsatztaten
• Fälle, deren Ursache bereits gesetzt ist. So muss z. B. für Rechtsstreitigkeiten aus einem Vertrag die Rechtsschutzversicherung in der Regel bereits vor dem Vertragsabschluss abgeschlossen sein.

Vermögenswirksame Leistungen

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VL sind Zahlungen, die der Arbeitgeber für den Arbeitnehmer auf einem vom AN gewählten Vertrag anlegt. Der Arbeitgeber kann VL vollständig, in Teilen oder gar nicht für seine Mitarbeiter zahlen. Ebenso kann der Arbeitnehmer den Arbeitgeber (schriftlich) bitten, einen Teil seines Gehaltes auf einen VL-Vertrag zu überweisen. Einzahlungen sind nämlich erst dann VL, wenn der Arbeitgeber sie überweist.

Mit dem Prinzip der VL will der Staat den privaten Kapitalaufbau von Gering-/ Normalverdienern durch die Gewährung von Zulagen fördern.

Grundsätzlich kann jeder Arbeitnehmer unabhängig von seinem Einkommen vermögenswirksame Leistungen anlegen. Eine staatliche Zulage erhalten Arbeitnehmer, die bestimmte Einkommensgrenzen nicht überschreiten.

Es besteht die Möglichkeit, VL in Bausparverträge oder in Aktienfonds zu sparen. Lebensversicherungen sind grundsätzlich auch möglich. Ebenso als Altersvorsorgewirksame Leistungen (AVWL) in Riester-Verträge.

Um staatliche Förderung zu bekommen, darf das zu versteuernde Einkommen bei Ledigen die Summe von 17.900 Euro für Bausparverträge bzw. 20.000 Euro für Aktienfondsanlagen p. a. nicht überschreiten. Bei Zusammenveranlagten darf das zu versteuernde Einkommen 35.800 Euro bzw. 40.000 Euro nicht überschreiten.

Der Vertrag bleibt bestehen, allerdings wird für das Jahr der Überschreitung keine staatliche Förderung gewährt.

Er ist nicht verpflichtet Zuschüsse zu zahlen, allerdings muss er dem Arbeitnehmer die Möglichkeit geben, Vermögenswirksame Leistungen eigenständig zu besparen.

Die Arbeitnehmer-Sparzulage ist die staatl. Förderung, die jedem Arbeitnehmer zusteht, solange er unter der Einkommensgrenze liegt.

Ja, die Sparzulage wird bei Aktienfonds auf maximal 400 Euro p. a. gewährt.

Vermögenswirksam sparen, heißt regelmäßig sparen und das Angesparte nicht anrühren. Vermögenswirksame Leistungen Verträge in Aktienfonds müssen sechs Jahre lang bespart werden. Nach dem siebenten Jahr (Sperrfrist) kann der Sparer über die gesamte Summe aus Einzahlungen, Erträgen und staatlichen Zulagen verfügen.

Die Sperrfrist gilt für alle aufgrund des Vertrags angelegten vermögenswirksamen Leistungen und beginnt am 1. Januar des Kalenderjahrs, in dem der Vertrag abgeschlossen worden ist. Als Zeitpunkt des Vertragsabschlusses gilt der Tag, an dem die vermögenswirksame Leistung, bei Verträgen über laufende Einzahlungen die erste vermögenswirksame Leistung, beim Kreditinstitut oder bei der Kapitalanlagegesellschaft eingeht.

Ja. Allerdings muss der Arbeitgeber die Vermögenswirksamen Leistungen als Teil des Gehaltes direkt in die Anlage zahlen, damit es als Vermögenswirksame Leistungen im staatlichen Sinne gilt.

Der Bausparvertrag wird mit 9 % AN-Sparzulage auf max. 470 Euro p. a. gefördert. Zusätzlich gewähren die Bausparkassen die sog. Wohnungsbauprämie in Höhe von 10 % auf max. 700 Euro p. a. bei Singles bzw. 1.400 Euro bei Verheirateten.

Ja. Es hat trotzdem Sinn VL zu besparen, da die meisten Arbeitgeber einen VL-Zuschuss zahlen. Somit nimmt man also dennoch eine Quasi-Förderung mit.

Im Falle der Arbeitslosigkeit muss der Vermögenswirksame Leistungen-Vertrag beitragsfrei gestellt werden, da der Arbeitgeber nicht mehr einzahlt. Der erworbene Anspruch bleibt dennoch bestehen. Der Vertrag kann wieder weiter bespart werden, sobald wieder ein Arbeitnehmerverhältnis besteht.

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