Finanzmarkt – Wie funktioniert der Finanzmarkt?

Wirtschaftliche Grundlagen – Finanzmarkt

Henry Ford soll einmal gesagt haben: „Ein Geschäft, das nur Geld einbringt, ist ein schlechtes Geschäft.“

Die aktuellen Entwicklungen am Finanzmarkt zeigen uns, wie recht er damit hatte. Die Ereignisse der letzten Jahre lehren uns, wie viel Macht schlechte Moral und falsche Entscheidungen haben können.

Finanzanlagen und deren Vermittlung spielen eine tragende Rolle in der Volkswirtschaft eines jeden Landes und damit im fragilen System der Weltkonjunktur. Und wie überall im Leben ist auch hier die Qualität entscheidend.

Die Märkte sind vielfältiger, rasanter, individueller geworden, die Kunden klüger, bewusster und anspruchsvoller. Deshalb muss jeder, der in der Finanzbranche tätig ist, nicht nur ein Berater sein, sondern ein verantwortungsbewusster Fachmann/frau.

Der Finanzmarkt ist kein Glücksspiel

Der Finanzmarkt ist kein Glücksspiel und Geld eben mehr als nur Geld.

In der Volkswirtschaftslehre wird das Kapital als Gegenleistung bezeichnet, als Gegenstände zur Herstellung von Gütern und Dienstleistungen. Geld ist ein Zahlungsmittel, aber vor allem ist es ein Wertmaßstab, ein Mittel zur Wertübertragung bzw. Wertaufbewahrung.

Es geht also bei der Vermittlung von Finanzanlagen nicht einfach nur um Verträge und Papier, es geht um die Schaffung von Mehrwert.

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Was versteht man unter Konjunktur?

Was versteht man unter Konjunktur (lat. coniunctura: Verbindung)?

Konjunktur ist ein Trendbarometer, das zyklische Veränderungen bzw. Schwankungen aller wichtigen gesamtwirtschaftlichen Größen und deren Auslastungsgrad umfasst, die eine gewisse Regelmäßigkeit aufweisen.

Zu diesen sogenannten Produktionskapazitäten gehören unter anderem:

  • Produktion
  • Beschäftigung
  • Zinssatz
  • und Preise

Konjunktur ist also niemals konstant, sondern gleicht einer Sinuskurve.

Es gibt Höhen und Tiefen, die wie folgt bezeichnet werden:

  • Aufschwung (Expansion)
  • Abschwung (Rezession)
  • Hochkonjunktur (Boom)
  • Depression als absolutes Tief einer Volkswirtschaft
Konjunkturzyklen im Finanzmarkt

Neben der Konjunkturtheorie untersuchen Wirtschaftswissenschaftler die Wachstums- und Beschäftigungstheorie. Der wichtigste Indikator hierfür ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP).

Finanzmärkte und Beteiligte

Die Vorstellung eines Wochenmarktes auf dem Land ist nicht so weit entfernt von der Definition der Mikroökonomie der Volkswirtschaftslehre.

Ob nun der Fischhändler seinen Fang einer Hausfrau verkauft oder es sich um einen Warenmarkt, Dienstleistungsmarkt, Arbeitsmarkt oder eben um den Kapitalmarkt handelt, eines haben alle gemeinsam:

Die Beteiligten.

Hierbei handelt es sich um die Anbieter, die für ihre angebotenen Waren einen möglichst hohen Preis erzielen wollen und zum anderen um die Nachfrager, die möglichst wenig bezahlen möchten.

Bietet der eine etwas an, was der andere erwerben möchte, bezeichnet man dieses Tauschgeschäft als Handel.

Welche Märkte gibt es?

Man unterscheidet hierbei zwischen offenen, beschränkten, und geschlossenen Märkten. Stehen sowohl Zugang zum Markt als auch dessen Austritt jederzeit allen Anbietern offen, herrscht freie Konkurrenz.

Ist dies nicht der Fall, handelt es sich um einen geschlossenen Markt, der beispielsweise durch staatliche Verfügung (Post), aus rechtlichen Gründen (Patent) oder vorübergehend entstehen kann.

Ein Markt ist also nichts anderes als das Aufeinandertreffen von Anbietern und Nachfragern, welche in einen wechselseitigen Verhältnis mit unterschiedlichen Präferenzen zueinander stehen.

Stellt man sich diese beiden Beteiligten in einem Diagramm vor, so bildet der Schnittpunkt beider Koordinaten den Preis.

Der Schnittpunkt zwischen Angebot und Nachfrage bildet den Preis.

Funktionen des Preises

Der Preis ist nicht einfach nur Geld.

Er hat verschiedene wichtige Funktionen, die in erster Linie dem Informationsaustausch dienen. Der Preis sagt etwas darüber aus, wie knapp ein Gut ist.

Um die Mengen bestmöglich zu koordinieren, können Angebot und Nachfrage durch Preisveränderungen kurzfristig angepasst werden.

Je nachdem wie schnell Anbieter auf veränderte Preise reagieren, entstehen für sie Gewinne oder auch Verluste.

Es handelt sich also um eine gewisse Anerkennung oder Strafe, die in diesem Zusammenhang Sanktionsfunktion genannt wird.

Werden bestimmte Güter bzw. Waren nicht mehr am Markt benötigt oder zu hohen Kosten produziert, ist niemand bereit, dafür einen Preis zu zahlen. Die Herstellung wird eingestellt.

Somit werden Produktionsfaktoren und Güter derjenigen Verwendung mit dem größtmöglichen Nutzen gelenkt. Deshalb bezeichnet man diese Funktion des Preises auch Lenkungsfunktion.

Der Preis bestimmt also, welche Waren in welchem Umfang produziert werden.

Eine weitere wichtige Funktion des Preises ist der Anreiz, neue Produkte zu entwickelt. Innovation und Forschung sind grundlegende Aspekte der Wettbewerbsfähigkeit.

Marktformen – Beispiele und Tabelle

Die Wettbewerbsfähigkeit hängt dabei stark davon ab, wie viele Teilnehmer (Anbieter und Nachfrager) sich auf dem Markt befinden.

Bleiben wir hier bei dem o.g. Beispiel des Wochenmarktes:

Gibt es diverse Händler, die Fisch anbieten, und zahlreiche Kunden, die Fisch kaufen wollen, dann bezeichnet man diese Marktform als Polypol – viele Anbieter und viele Nachfrager für ein Gut.

Sind dagegen entweder ein Fischhändler und viele Kunden vorhanden oder aber nur ein Kunde, der an vielen Ständen Fisch kaufen kann, bezeichnet man dies als Oligopol – ein Nachfrager und viele Anbieter oder umgekehrt.

Bei der dritten und wahrscheinlich bekanntesten Marktform handelt es sich um das Monopol – Hier kontrolliert entweder ein Anbieter oder ein Nachfrager den Preis in einem Marktsegment.

Je nachdem, wer die Marktsituation bestimmt, unterscheidet man zwischen Angebotsmonopol und Nachfragemonopol.

Marktformen Tabelle

Eine Sonderform bildet das Staatsmonopol.

Auch die marktbeherrschende Rolle eines Unternehmens am Markt mit mehreren Anbietern bezeichnet man als Monopol.

Dies kann beispielsweise das Quasi-Monopol sein, bei dem bestimmte Standards Wettbewerbsvorteile bieten (Microsoft, Lego).

Oder aber natürliche Faktoren bestimmen eine Monopolstellung am Markt, wenn ein Unternehmen durch alleinigen Zugriff auf Rohstoffe oder Infrastruktur zugreifen kann.

Durch die Regulierung des Netzbetriebs (Strom- und Gasmarkt) wird hier allerdings von staatlicher Seite in den Markt eingegriffen und die Form des natürlichen Monopols quasi ausgeschlossen.

Darüber hinaus gibt es weitere Formen des Monopols, etwa das Kollektivmonopol (Kartell) und das rechtliche Monopol (Postmonopol, Branntweinmonopol), das allerdings in den meisten Ländern bereits abgeschafft wurde.

Einige Sonderformen, wie das Urheber- und Patentrecht spielen hier allerdings nach wie vor eine Rolle.

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Wettbewerb

Die Marktsituation ist insofern ein entscheidender Faktor in einer Wirtschaftsordnung. Anders als in der Planwirtschaft, in der ein starker Staat für wenig Wettbewerb sorgt, ist in allen entwickelten Gesellschaften der Wettbewerb das Mittel zur Leistungssteigerung.

In der freien Marktwirtschaft entscheidet die Konkurrenz am Markt über Innovation, technischen Fortschritt, verbesserte Produkte und Produktionsprozesse und damit die optimale Versorgung der Bevölkerung mit erforderlichen Gütern zu möglichst niedrigen Preisen.

Der Wettbewerb ist somit maßgeblich an der Bewältigung wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und wissenschaftlicher Herausforderungen beteiligt.

Je besser die Anbieterseite auf individuelle Situationen am Markt und auf die spezifischen Bedürfnisse der potenziellen Abnehmer reagiert, desto größer ist der Nutzen, der hieraus für die Nachfrager entsteht.

Finanzmarkt

So sie auf allen Märkten findet auch auf dem Finanzmarkt ein Handel statt. Anders als auf dem Gütermarkt wird hier mit der Zukunft gehandelt und Rechtsansprüche getauscht.

Man unterscheidet zwischen nationalen und internationalen Finanzmärkten und zwischen:

  • Geldmarkt
  • Devisenmarkt
  • Kreditmarkt
  • Kapitalmarkt

Auf diesen Teilmärkten werden ausschließlich Geldzahlungen vorgenommen, es wird also mit dem Kapital in Form von Wertpapieren, Darlehen und Kreditverträgen, unverbrieften Rechte sowie Zentralbankgeld gehandelt.

Sparen im Finanzmarkt

Da die Geldmenge in der Regel dieselbe ist, müssen also die einen Geld ausgeben (investieren), während die anderen sparen.

Ändert sich beispielsweise das Sparverhalten, hat das Konsequenzen auf die Volkswirtschaft.

Hierzu gibt es verschiedene Wachstumstheorien, die das Sparen ganz unterschiedlich bewerten. Während im neoklassischen Modell der Anstieg der Ersparnis zu niedrigen Kapitalmarktzinsen und somit zu mehr Investitionen führt, wird im Keynesianismus das Sparen als etwas eher Negatives betrachtet, da hieraus ein Rückgang der Nachfrage entsteht.

Das wiederum hat zur Folge, dass die Gewinne sinken und Unternehmen weniger investieren.

Sparformen

Das Sparen ist grundsätzlich jedoch keine Auslegungssache, sondern ein wichtiger Faktor in der Volkswirtschaft.

Man unterscheidet verschiedene Sparformen:

  • Zwecksparen (Auto)
  • Vorsorgesparen (Rente)
  • politisches Sparen (Staatshaushalt)

Wird das Geld lediglich im berühmten Sparstrumpf zurückgelegt, handelt es sich im eigentlichen Sinne nicht um Sparen. Denn nur, wenn das gesparte Geld im Wirtschaftskreislauf verbleibt, hat es einen volkswirtschaftlichen Nutzen.

Möchte der Sparer daraus profitieren (Verzinsung), spart er sein Geld in einer Geldanlage oder aber in einer Sachwertanlage (Aktien).

Bankensystem

Wie in jedem Privathaushalt ist beim Thema Geld das Gleichgewicht zwischen dem Zurücklegen momentan freier Mittel zur späteren Verwendung, dem Investieren dieser freien Mittel oder aber zur Aufnahme von Krediten immens entscheidend.

In der Volkswirtschaft übernimmt diese Aufgabe, die Marktteilnehmer mit allen geld- und kreditwirtschaftlichen Leistungen zu versorgen, das Bankensystem.

Die Kredit- oder Geldinstitute und ihre Aufgaben sind vom deutschen Gesetzgeber im Kreditwesengesetz (KWG) festgeschrieben.

Gemäß §1 KWG gehören hierzu u.a.:

  • der Handel mit Einlagen (Schuldverschreibungen) und Pfandbriefen
  • die Gewährung von Darlehen und Krediten
  • die Verwahrung und Verwaltung von Wertpapieren
  • Durchführung des bargeldlosen Scheckeinzuges
  • Anlageberatung und Anlagenvermittlung

Zum Bankensystem gehören u.a.:

  • die Zentralbanken
  • die Universalbanken
  • Großbanken
  • Regionalbanken
  • Sparkassen und Landesbanken
  • Genossenschaftsbanken
  • Bausparkassen
  • Investmentbanken

Nach §2 KWG gehören Schuldverwaltungen des Bundes und der Länder, Investmentgesellschaften oder Pfandleiher nicht zu den Kreditinstituten.

Rechtsformen Kreditinstitute

Kreditinstitute können verschiedene Rechtsformen besitzen. Sie können entweder eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder aber nach Privatrecht verfasste Unternehmen sein, sogenannte Personengesellschaften (Ag, GmbH, KGaA) sein.

Einzelunternehmen mit nur einem gesetzlichen Vertreter erhalten gemäß §2b KWG keine Erlaubnis mehr.

Marktteilnehmer am Finanzmarkt

Der Hintergrund des Handels auf dem Finanzmarkt ist die Finanzierung von Investitionen.

Das gemeinsame Ziel von Angebot (Kapitalgeber) und Nachfrager (Kapitalanleger), die sich zumeist direkt gegenüberstehen, liegt deshalb in der Natur der Sache:

Gewinn.

Während die meisten Kreditinstitute also gewinnorientiert wirtschaften, agieren anderen allerdings vorwiegend gemeinnützig (Sparkassen) oder fördern die Interessen ihrer Mitglieder (Genossenschaftsbanken).

Der Geschäftszweck bildet insofern ein weiteres Unterscheidungskriterium der Marktteilnehmer.

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