FAQ

In unseren FAQs findest du die Antworten auf häufig gestellte Fragen.

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Unabhängige Finanzberatung

Der komplette Beratungsprozesse ist kostenlos.

Du solltest einen monatlichen Überschuss von mind. 1.000 € zum Investieren haben.

Ja! Als Finanzmakler arbeiten wir ausschließlich im Interesse unserer Mandanten. Keine Investmentbank oder Versicherungsgesellschaft besitzt Anteile an unserer Unternehmung, sodass wir alle am deutschen Markt existierenden Produkte objektiv miteinander vergleichen können.

Wir verzichten vollständig auf branchenübliche Kosten wie Ausgabeaufschläge, Kick Bags oder Anbieterorientierte Provisionen.

Sollten wir uns nach mehreren Beratungsgesprächen dazu entschließen zusammen zu arbeiten, erhalten wir 0,6% p.a. des investierten Kapitals.

In der Regel haben wir 3-4 digitale Beratungsgespräche mit unseren Mandanten.

  1. Im ersten Gespräch lernen wir uns besser kennen, klären alle Detailfragen zu unserer Arbeit und sprechen intensiv über deine finanziellen Ziele & Wünsche.
  2. Für unser zweites Gespräch erstellen wir einen professionellen Finanzplan für dich, den wir Schritt für Schritt durchgehen und besprechen.
  3. Ab dem dritten Gespräch machen wir uns an praktische Umsetzung deines Finanzplans, sodass du von nun an optimal finanziell aufgestellt bist und deine Ziele effizient erreichen kannst.

Nein. Der Maklervertrag kann jeder Zeit gekündigt werden.

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Soziales System in Deutschland

Der damalige Reichskanzler Otto Bismarck führte im Jahr 1883 die Krankenversicherung, im Jahr 1884 die Unfallversicherung und im Jahr 1889 die Rentenversicherung ein.

Das Umlageverfahren bzw. die Umlagefinanzierung ist ein Finanzierungsverfahren, das in verschieden Zweigen der Sozialversicherung angewendet wird. Dabei werden die laufenden Ausgaben für Versicherungsleistungen und Verwaltungsaufgaben im Wesentlichen aus den laufenden Einnahmen finanziert, die in erster Linie aus Beitragszahlungen und teilweise auch durch Zuweisungen des Bundes (Bundeszuschuss) finanziert werden.

Umlageverfahren: Die eingezahlten Beiträge werden unmittelbar für die Finanzierung der erbrachten Leistungen herangezogen, wobei vom Versicherungsträger in geringem Umfang Rücklagen gebildet werden können (z. B. Nachhaltigkeitsrücklage der gesetzlichen Rentenversicherung).

Kapitalgedecktes Verfahren: Die Einzahlungen werden angelegt und verzinst, um im Leistungsfall (z. B. bei Eintritt in den Ruhestand) ausgezahlt zu werden; oft wird hierbei für jeden Versicherten ein eigenes Konto eröffnet.

Laut Angaben des statistischen Bundesamtes lag die durchschnittliche Lebenserwartung in Deutschland für Männer im Jahr 1900 bei etwa 46,4 und für Frauen bei etwa 52,5 Jahren. Das Renteneintrittsalter lag zum damaligen Zeitpunkt bei 70 Jahren. Bei Wiedereinführung nach dem 2. Weltkrieg kam etwa ein Rentner auf sechs Erwerbstätige. Nach den aktuellen Daten hat das Bundesamt eine durchschnittliche Lebenserwartung für einen heute geborenen Jungen von 81,7 und für ein Mädchen von 87,8 Jahren berechnet. Künftig steht ein Rentner zwei Erwerbstätigen gegenüber (doppelter Alterungsprozess).

Das Alterseinkünftegesetz (AltEinkG) trat am 1. Januar 2005 in Kraft. Auslöser der Reform war die Ungleichbehandlung der unterschiedlichen Besteuerung von Beamtenpensionen und der Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung.

Das Rentenniveau zeigt die Relation zwischen der Höhe einer Rente (45 Jahre Beitragszahlung auf Basis eines durchschnittlichen Einkommens) und dem durchschnittlichen Einkommen eines Arbeitnehmers/einer Arbeitnehmerin. Das Rentenniveau liegt zurzeit bei rund 48 Prozent des letzten Nettoeinkommens.

Für die Berechnung des Rentenniveaus wird der sogenannte Eckrentner zugrunde gelegt. Im Jahr 2004 lag das Rentenniveau bei 53,0 % des Nettolohns. Im Zuge einer jüngeren Rentenreform wird das Rentenniveau ab 2005 durch die Einführung eines Nachhaltigkeitsfaktors bis 2030 auf 44,3 % abgesenkt werden.

„Durch das Gesetz zur Sicherung der nachhaltigen Finanzierungsgrundlagen in der gesetzlichen Rentenversicherung (RV-Nachhaltigkeitsgesetz) zur Ergänzung der Rentenformel der gesetzlichen Rentenversicherung eingeführter Faktor, der bewirkt, dass der Anstieg der Renten bei einer Erhöhung der Zahl der Rentner im Verhältnis zur Zahl der Beitragszahler gedämpft wird und die Beitragszahler dadurch entlastet werden (§ 68 I Satz 3 Nr. 3, IV SGB VI). Die jährliche Rentenanpassung wird durch den Nachhaltigkeitsfaktor vom Verhältnis von Rentnern zu Beitragszahlern abhängig gemacht. Das bedeutet, dass sich die Rentenanpassung vermindert, wenn sich die Zahl der Rentner zulasten der Beitragszahler verändert und umgekehrt.“ (Gabler Verlag, Gabler Wirtschaftslexikon.

Die Berufsunfähigkeitsrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung wurde zum 31.12.2020 abgeschafft und durch die Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung (Erwerbsminderungsrente) ersetzt. Die Berufsunfähigkeitsrente wird jedoch weiterhin gezahlt, wenn der Anspruch darauf vor dem 01.01.2001 entstanden ist, solange die Anspruchsvoraussetzungen, die für die Bewilligung der Rente maßgebend waren, weiterhin vorliegen. Versicherte, die vor dem 02.01.1961 geboren und berufsunfähig im Sinne des bis zum 31.12.2000 geltenden Rechts sind, können ab dem 01.01.2001 im Rahmen einer Vertrauensschutzregelung eine Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung erhalten

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Altersvorsorge

  • umfangreiche Fondsauswahl (mehrere verschiedene Kapitalanlagegesellschaften und nach Möglichkeit
  • aus allen Kapitalmärkten)
  • kostenfreie Wechselmöglichkeit der Fonds
  • Mindestlaufzeit bis 85 Jahre – optimal bis 90 Jahre
  • hohe Flexibilität in der Anspar-, Abruf- und Auszahlphase
  • Kostentransparenz

Eine fondsgebundene Lebensversicherung kann als Sicherheit an eine Bank abgetreten werden. Dieses findet meist bei der Zuteilung von Krediten statt. Bei fondsgebundenen Verträgen muss davon ausgegangen werden, dass die Bank Abschläge wegen der Volatilität vornimmt, also z.B. nur zu 70% als Sicherheit anerkennt.

Während der Beitragszahlungsphase kann der Versicherungsnehmer bei guten Lebensversicherern einen zinslosen Kredit aus dem Depotvermögen entnehmen. Dieser wird gegen eine Gebühr ausgezahlt. Der Versicherungsschutz bleibt aber in der alten Höhe bestehen.

Bei einer Rentenversicherung beantragt der Versicherungsnehmer eine Altersrente und bei einer Kapitalversicherung eine Auszahlung eines einmaligen Kapitals. Die Auszahlung des Kapitals kann auch über einen längeren Zeitraum ausgezahlt werden. Bei Rentenversicherungen gibt es i.d.R. ein Kapitalwahlrecht, sodass man sich auch das Kapital aus einer Rentenversicherung einmalig auszahlen lassen kann.

Nach dem 01.01.2005 abgeschlossene Verträge mit Auszahlung eines Einmalkapitals werden, sofern die 12/62-Regel eingehalten wurde, nach dem Halbeinkünfteverfahren besteuert. Wenn die 12/62-Regel nicht eingehalten wurde, ist die Einmalleistung im vollen Rahmen Kapitalertragssteuer/Abgeltungssteuerpflichtig.

Erträge aus vorherig gezeichneten Verträgen sind steuerfrei. Die ratierlichen Auszahlungen aus Rentenversicherungen werden nach der Ertragsanteilbesteuerung versteuert. Ausnahmen sind die neuen Produkte nach dem Alterseinkünftegesetz vom 01.01.2005. Der Todesfallschutz bei einer Rentenversicherung ist die in der Police ausgewiesene, garantierte Einmalleistung für den Todesfall, ggfs. zzgl. Überschüsse.

Bei Tod nach Rentenbeginn wird die Rente im Rahmen der vereinbarten Rentengarantiezeit ausgezahlt, d.h. die Hinterbliebenen bekommen für einen vereinbarten Zeitraum weiter die ratierliche Rente gezahlt (in der Regel 5-10 Jahre), bei der Kapitalversicherung ist eine Todesfallsumme vereinbart oder es wird der Depotwert ausgezahlt.

Der Unterschiedsbetrag ist der Ertrag abzüglich einer Teilfreistellung in Höhe von 15 Prozent.

Das ausgezahlte Kapital wird pauschal mit dem jeweiligen Ertragsanteilsteuersatz besteuert. Je nach Alter bei Auszahlung schwankt der Steuersatz. Mit 65 Jahren liegt dieser z. B. bei 18 %.

Mit dem jeweiligen Ertragsanteilsteuersatz. Bis 2004 waren die Ertragsanteilsteuersätze höher als die aktuellen. Relevant ist der Steuersatz in dem Moment der Auszahlung.

Am Ende der Laufzeit werden hierbei aktienorientierte Portefeuilles in Märkte mit geringerer Volatilität nach und nach umgewandelt.

Die Nachfahren erhalten nach Rentenbeginn kein Kapital, sondern nur eine Rente im Rahmen der vereinbarten Rentengarantiezeit (vor Rentenbeginn Kapitalauszahlung, wenn nicht Schicht 1 ohne Hinterbliebenenschutz).

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Risikoleben, Dread Disease, GFV, BU, Unfall

Eine Risikolebensversicherung ist eine Individualversicherung, die im Falle des Todes der versicherten Person den im Vertrag begünstigten Personen die vereinbarte Summe auszahlt.

Die Versicherungssumme bzw. die Summenverläufe einer Risikolebensversicherung können bspw. konstant, fallend (linear oder annuitätisch) oder sogar wahlfrei (frei wählbare Versicherungssumme für jedes Jahr der Laufzeit) abgeschlossen werden.

Eine verbundene Risikolebensversicherung ist eine Versicherung, die das Leben von zwei oder mehreren Personen absichert. Die Versicherungssumme wird bei Tod einer versicherten Person an die jeweils andere Person ausgezahlt. Kommen beide versicherten Personen gleichzeitig ums Leben (z.B. bei einem Unfall), wird in jedem Fall die Versicherungssumme nur einmal fällig. Ein solcher Vertrag ist ggf. nur sinnvoll, wenn für beide Versicherten gleich hohe Todesfallleistungen wichtig sind und nach dem Tod des einen Versicherten für den anderen kein weiterer Versicherungsschutz mehr benötigt wird (zum Beispiel bei Versicherungen von Geschäftspartnern oder bei der Absicherung eines gemeinsamen Darlehens).

Die Risikolebensversicherung ist sehr wichtig für alle, die Hinterbliebene (Mann, Frau, Kinder, Eltern) zu versorgen haben. Des Weiteren können sich Geschäftspartner gegenseitig absichern. Auch die Absicherung von Finanzierungen (z.B. ein Immobiliendarlehen) kann sehr sinnvoll sein.

Die Dread Disease ist eine Versicherung für den Fall des Eintritts bestimmter schwerer Erkrankungen (Schwere Krankheiten Vorsorge). Die Anzahl der schweren Krankheiten ist von Versicherer zu Versicherer unterschiedlich und variiert zwischen 30-40 Krankheiten. Neben den schweren Krankheiten können auch optionale Leistungen wie z.B. eine lebenslange Versicherungsdauer, eine Todesfallleistung oder Berufsunfähigkeits-, Erwerbungsunfähigkeits- oder Pflegeschutz vereinbart werden.

Wichtig ist, dass in vielen Fällen nur die schweren Formen der betreffenden Krankheitsbilder abgesichert sind. Dennoch sollte nicht übersehen werden, dass einige der häufigsten Zivilisationserkrankungen nicht über eine Dread Disease Versicherung gedeckt werden können. So sind zum Beispiel Erkrankungen von Gelenken, der Wirbelsäule, der Psyche und auch Kreislauferkrankungen nicht gedeckt. Diese Ursachen machen den größten Teil der Leistungsfälle in der Berufsunfähigkeitsversicherung aus.

Eine Keyman-Versicherung ist eine Versicherung gegen das Risiko eines finanziellen Ausfalls durch Tod, Erkrankung oder Unfall einer Führungskraft im Unternehmen (Schlüsselkraftversicherung). Wird eine schwere Krankheit vom Arzt diagnostiziert, erhalten Sie aus der Keyman-Versicherung die vereinbarte Versicherungssumme (z. B. 250.000 €) ausgezahlt.

Unter abstrakter Verweisung versteht man die Verweisung des Versicherten auf einen nicht ausgeübten Beruf. Diese/r sogenannte Verweisungsberuf/ -tätigkeit muss der Versicherte in der Regel aufgrund seiner Ausbildung und Erfahrung unter Berücksichtigung des Grades seiner Erkrankung ausüben können. Darüber hinaus muss die Lebensstellung, die regelmäßig mit der Ausübung der Verweisungstätigkeit erreicht wird, seiner bisherigen Lebensstellung entsprechen. Das Arbeitsplatzrisiko trägt der Versicherte also selbst. Die Vertragsbedingungen einiger Anbieter enthalten eine Klausel, nach der eine BU-Rente verweigert werden kann, wenn der Kunde gesundheitsbedingt zwar nicht mehr im versicherten Beruf einsetzbar ist, aber aufgrund seiner Kenntnisse und Fähigkeiten theoretisch noch in einer anderen, bezüglich Einkommen und sozialer Stellung vergleichbaren Tätigkeit arbeiten kann, unabhängig davon, ob er aufgrund seiner gesundheitlichen Beeinträchtigungen überhaupt noch die Chance hat, eine solche Stelle zu finden.

Übt ein Versicherter, obwohl er in seinem bisher ausgeübten Beruf berufsunfähig ist, eine andere Tätigkeit aus und verweigert der Versicherer aufgrund dieser Tatsache die vereinbarte Leistung, handelt es sich um eine konkrete Verweisung. Eine Verweisung ist in jedem Fall möglich, wenn konkret und tatsächlich eine andere Berufstätigkeit ausgeübt wird, die mit der bisherigen vergleichbar und damit zumutbar ist (konkrete Verweisung). Diese Möglichkeit bietet der Versichertengemeinschaft Schutz vor der Ausnutzung des Versicherungsschutzes, da diese Fälle nicht dem Sinn einer Berufsunfähigkeitsversicherung entsprechen.

Schließen Sie eine solche Police nicht anstelle einer Berufsunfähigkeitsversicherung ab. Nicht die wirklich relevanten Krankheiten werden versichert, sondern nur solche, die besonders erschreckend klingen. Schleichende Krankheiten sind häufig nicht versichert, haben aber für den Betroffenen dasselbe wirtschaftliche Ergebnis, nämlich Arbeitskraftverlust. So entstehen z. B. bei einem Herzinfarkt zunächst keine Einkommensverluste und nicht einmal ein Kapitalbedarf, da die Behandlung von der Krankenversicherung finanziert wird. Nur eine dauerhafte Erkrankung (Berufsunfähigkeit) führt zu Einkommensverlusten, da die Krankenversicherung für dauerhafte Erkrankungen dann kein Tagegeld mehr zahlt. Für diesen Sicherungszweck ist nach wie vor die Berufsunfähigkeitsversicherung das einzig geeignete Mittel.

Die Grundfähigkeitsversicherung ist eine Risikoversicherung, die den Verlust von bestimmten definierten Grundfähigkeiten durch Auszahlung einer monatlichen Rente auffangen soll. Diese werden in motorische (z.B. Gehen, Stehen, Sitzen, Gebrauch der Arme), feinmotorische (z.B. Gebrauch der Hände), sensorische (z.B. Sehen, Hören, Sprechen) oder intellektuelle (z.B. Auffassungsgabe, Gedächtnis, Handlungsplanung, Orientierung,

Eigenverantwortliches Handeln) Grundfähigkeiten unterschieden. Die Grundfähigkeitsversicherung kann durch weitere Bausteine/Optionen wie z.B. Pflege, Psyche oder schwere Krankheiten erweitert werden. Man spricht dann von einer sogenannten Funktionsinvaliditätsversicherung. Bei der Grundfähigkeitsversicherung besteht kein direkter Bezug zur ausgeübten beruflichen Tätigkeit des Versicherten. Die Zahlung einer Rente ist unabhängig von einer Berufsunfähigkeit. Man bekommt auch die vereinbarte Rente, wenn der Beruf weiter ausgeübt wird/werden kann!

Da die Grundfähigkeit unabhängig von einer Berufsunfähigkeit ist, kann der Versicherte sogar ganz oder teilweise wieder einen Beruf ausüben, ohne den Anspruch auf seine Rente zu verlieren, solange er weiter im Sinne des Fähigkeitenkataloges beeinträchtigt ist. Für die Grundfähigkeitsversicherung sprechen klare und objektive Leistungskriterien, eine einfache und schnelle Leistungsregulierung, einfache Annahmemöglichkeiten und ein wesentlich größerer versicherbarer Personenkreis. Ein Beispiel: Eine Erkrankung der Wirbelsäule führt bei Berufsunfähigkeitsversicherungen meist zum Ausschluss. Bei der Grundfähigkeitsabsicherung erfolgt normalerweise die Annahme.

Berufsunfähig sind Versicherte, deren Erwerbsfähigkeit wegen Krankheit oder Behinderung im Vergleich zur Erwerbsfähigkeit von körperlich, geistig und seelisch gesunden Versicherten mit ähnlicher Ausbildung und gleichwertigen Kenntnissen und Fähigkeiten auf weniger als sechs Stunden gesunken ist. Der Kreis der Tätigkeiten, nach denen die Erwerbsfähigkeit von Versicherten zu beurteilen ist, umfasst alle Tätigkeiten, die ihren Kräften und Fähigkeiten entsprechen und ihnen unter Berücksichtigung der Dauer und des Umfangs ihrer Ausbildung sowie ihres bisherigen Berufs und der besonderen Anforderungen ihrer bisherigen Berufstätigkeit zugemutet werden können.

Zumutbar ist stets eine Tätigkeit, für die die Versicherten durch Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben mit Erfolg ausgebildet oder umgeschult worden sind. Berufsunfähig ist nicht, wer eine zumutbare Tätigkeit mindestens sechs Stunden täglich ausüben kann; dabei ist die jeweilige Arbeitsmarktlage nicht zu berücksichtigen (§240 Abs. 2 SGB VI).

Nach § 240 Abs. 1 SGB VI haben Versicherte einen Anspruch auf die Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung bei Berufsunfähigkeit, wenn diese die Regelaltersgrenze noch nicht erreicht haben, vor dem 02.01.1961 geboren und berufstätig sind, in den letzten fünf Jahren vor Eintritt der Berufsunfähigkeit drei Jahre Pflichtbeiträge an die Rentenversicherung entrichtet und die allgemeine Wartezeit von 5 Jahren erfüllt haben. Diese Voraussetzungen sind erfüllt, wenn die vorzeitige Wartezeiterfüllung zum Tragen kommt oder die 1984er Übergangsregelung greift (§ 241 SGB VI).

Bietet eine Lebensversicherung Versicherungsschutz für ein Risiko, bei dem der Eintritt der Verpflichtung des Versicherers ungewiss ist, so ist der Versicherer nur bei einer nicht nur als vorübergehend anzusehenden und nicht vorhersehbaren Veränderung des Leistungsbedarfs gegenüber den technischen Berechnungsgrundlagen und der daraus errechneten Prämie berechtigt, die Prämie entsprechend den berichtigten Berechnungsgrundlagen neu festzusetzen, sofern dies erforderlich erscheint, um die dauernde Erfüllbarkeit der Versicherungsleistung zu gewährleisten, und sofern ein unabhängiger Treuhänder die Berechnungsgrundlagen und sonstigen Voraussetzungen für die Änderung überprüft und deren Angemessenheit bestätigt hat. Für Änderungen der Bestimmungen zur Überschussbeteiligung gilt Satz 1 entsprechend. Die Mitwirkung des Treuhänders entfällt, wenn Änderungen nach den Absätzen 1 und 2 der Genehmigung der Aufsichtsbehörde bedürfen. Der Versicherer sollte komplett auf die Anwendung des § 163 VVG (bis 31.12.2007 § 172 VVG) verzichten.

Ist die dem Versicherungsnehmer bei der Schließung des Vertrags obliegende Anzeigepflicht verletzt worden, das Rücktrittsrecht des Versicherers aber ausgeschlossen, weil dem anderen Teil ein Verschulden nicht zur Last fällt, so kann der Versicherer, falls mit Rücksicht auf die höhere Gefahr eine höhere Prämie angemessen ist, von dem Beginn der laufenden Versicherungsperiode an die höhere Prämie verlangen. Das Gleiche gilt, wenn bei der Schließung des Vertrags ein für die Übernahme der Gefahr erheblicher Umstand dem Versicherer nicht angezeigt worden ist, weil er dem anderen Teil nicht bekannt war. Der Versicherer sollte komplett auf die Anwendung des § 19 VVG (bis 31.12.2007 § 41 VVG) verzichten.

Konkrete Weisungen, die der Arzt dem Versicherten erteilt, um sein Verhalten so zu beeinflussen, dass dadurch die Heilung gefördert oder der versicherte Zustand in einem nach den Bedingungen erheblichen Ausmaß verbessert wird. Diese Anordnungen müssen sich in der Regel im Rahmen des Zumutbaren bewegen. Manche Unternehmen schreiben in ihren Vertragsbedingungen vor, dass der Versicherte die Behandlungsvorschläge eines vom Versicherer beauftragten Arztes annehmen muss (z. B. Operationen, Medikamente, stationäre Heilbehandlungen), sonst erlischt sein Anspruch auf die Berufsunfähigkeitsrente. In kundenfreundlichen Verträgen sollte diese Klausel nicht vorkommen.

Das Beamtenrecht verwendet anstelle des Begriffs der Berufsunfähigkeit den Begriff der Dienstunfähigkeit. Nach § 42 Absatz 1 Bundesbeamtengesetz (BBG) ist der Beamte auf Lebenszeit dann in den Ruhestand zu versetzen, wenn er infolge eines körperlichen Gebrechens oder wegen Schwäche seiner körperlichen oder geistigen Kräfte zur Erfüllung seiner Dienstpflichten dauernd unfähig ist. Als dienstunfähig kann der Beamte auch dann angesehen werden, wenn er infolge Erkrankung innerhalb eines Zeitraumes von sechs Monaten mehr als drei Monate keinen Dienst getan hat und keine Aussicht besteht, dass er innerhalb weiterer sechs Monate wieder voll dienstfähig wird.