Digitaler Euro für Europa: Wann kommt der Digitale Euro?

Schon länger ist bekannt, dass die Europäische Zentralbank (EZB) über die Einführung eines digitalen Euros nachdenkt.

Eine Taskforce der EZB will in den nächsten Wochen erste Ergebnisse präsentieren, kündigt EZB-Chefin Christine Largarde an. Dabei geht es insbesondere um die Auswirkungen (Vor- und Nachteile), die eine Einführung sog. Central Bank Digital Currencies (CBDCs) auf das bestehende Geld-System hätte.

Die EZB stellt klar, dass der digitale Euro nicht das Geld ersetzen soll, sondern vielmehr als Ergänzung zum Bargeld geplant ist. Laut Largarde könnte ein digitaler Euro nützlich für Händler sein, um die Kosten im Zahlungsverkehr zu senken.

EU-Staaten sehen Stablecoins skeptisch

Fünf Länder, darunter Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und die Niederlande, fordern von der EU-Kommission eine Regulierung von Asset-gestützten Kryptowährungen.

Damit sind insbesondere Stablecoins wie Tether (USDT) gemeint, die 1:1 an den US-Dollar gekoppelt sind.

Dies könnte bedeuten, dass der Einsatz von Stablecoins in 27 EU-Ländern zunächst nicht erlaubt ist, zumindest solange die EU-Regularien nicht erfüllt sind. Der Grund ist, dass Stablecoins wie Tether (USDT) nicht 100% mit Fiatgeld gedeckt sind.

Dies möchte die EU offenbar ändern und drängt darauf, dass entsprechende Stablecoins auch mit Euro unterlegt sind. Zudem sollen sich alle Stablecoin-Betreiberfirmen auch in der EU registrieren, so dass eine juristische Handhabe gegen diese Firmen besteht.

Damit will die EU auch verhindern, dass Stablecoins im Zusammenhang mit Geldwäsche und Terrorismus-Finanzierung eingesetzt werden. Aus Frankreich kommen Forderungen, wonach es nur der EZB gestattet sein soll, Kryptowährungen auszugeben.

Ich denke, dass die Forderungen und geplanten Regularien der EU nur schwer durchsetzbar sind, da Stablecoins wie Tether (USDT) frei an dezentralen Krypto-Börsen wie Uniswap getauscht werden können.

Die EU könnte jedoch gegen zentrale Krypto-Börsen, Zahlungsabwickler (BitPay) und Geschäfte vorgehen, die Stablecoins akzeptieren. Kein Wunder, denn Stablecoins gelten als die wahre Konkurrenz für Zentralbank-Coins, weniger der Bitcoin (BTC).

Ich denke, dass eine EU-weite Regulierung von Kryptowährungen eher positiv für den Krypto-Markt wäre, da Kryptowährungen so mehr Legitimität erhalten.