Börsennotierte Finanzprodukte können jederzeit öffentlich und frei an der Börse gehandelt werden.

Die Börsennotierung (Listung oder Börsennotiz) erfolgt durch den Kursmakler und bedeutet formal die Aufnahme eines bestimmten Wertpapiers an einer bestimmten Börse oder Börsensegment.

Der Kurs kann zum Einheitskurs (einmal pro Börsentag) oder per variabler Notierung (mehrfach pro Börsentag) erfolgen.

Der Maßstab für die Börsennotierung ist das sogenannte Meistausführungsprinzip.

Hier werden Geschäfte zu dem Kurs abgeschlossen, bei dem die meisten Aufträge ausgeführt werden können und/oder der größtmögliche Umsatz erzielt werden kann.

Börsenhandel

Über den Handel von Aktien an der Börse haben börsennotierte Aktiengesellschaften die Möglichkeit, sich „frisches Kapital“ zu besorgen.

Allerdings müssen diese Unternehmen zur Einhaltung der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex erklären. Zu den wohl bekanntesten börsennotierten Aktiengesellschaften gehört wohl die Deutsche Börse AG selbst, die Trägerin der Frankfurter Wertpapierbörse (FWB) ist.

Darüber hinaus sind fast alle großen bekannten deutschen Unternehmen an der Börse vertreten. Die 30 größten und umsatzstärksten unter ihnen finden sich im Deutschen Aktienindex (DAX) wieder. Darüber hinaus gibt es weitere Nebenwerte-Indizes, wie den MDAX oder SDAX (50 mittelgroße und kleinere Unternehmen) oder auch den TexDAX (Technologie-Index).

Börsenhandel weltweit

Gerade die DAX-Unternehmen aber auch generell große Aktiengesellschaften handeln ihre Aktien auf internationalem Parkett, also an mehreren Börsenplätzen (Mehrfachnotierungen).

Zu den bekanntesten Börsen gehören neben der Frankfurter Börse wohl die

  • New York Stock Exchange (NYSE),
  • NASDAQ USA,
  • London Stock Exchange
  • Hong Kong Stock Exchange
  • Japan Tokyo Stock Exchange

Durch den digitalen Aktienhandel ist dieses Vorgehen allerdings nur noch wenig verbreitet.

Xetra, das elektronische Handelssystem der Deutsche Börse AG bietet einen Zentralrechner, an den sich Client-Rechner auf der ganzen Welt via Internet verbinden können.

Erfolgreicher Vermögensaufbau und profitable Altersvorsorge mit deinem individuellen Anlagekonzept

In unserer unabhängigen Finanzberatung entwickeln wir gemeinsam mit dir ein Anlagekonzept, welches auf deine individuellen Bedürfnisse und Ziele zugeschnitten ist. In insgesamt 3 ausführlichen Gesprächen analysieren wir deine individuellen Ziele und Wünsche und zeigen dir, wie du von deinem Ist-Zustand zu deinem Ziel-Zustand kommen kannst.

Jetzt Mehr Erfahren

Kehrseite des Börsenhandel

Der Handel mit Aktien hat auch seine Kehrseiten. Allein der Börsengang eines Unternehmens gestaltet sich mitunter als schwierig.

Finden sich beispielsweise nicht genügend Käufer, sinkt der Ausgabepreis (Emissionspreis), bevor die Aktie überhaupt gezeichnet werden kann.

Im Vorfeld der ersten Börsennotierung einer Aktie wird auf dem sogenannten Graumarkt eine Preisspanne festgelegt. Mit der Börsennotierung entscheidet dann der Kurs über Gewinn und Verlust der Aktie.

Besonders für mittelständische Unternehmen ist der Börsengang und auch die Zeit danach sehr kostenintensiv.

  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Marketing
  • Maßnahmen für die notwendige Transparenz

Folgende Begriffe sind in diesem Zusammenhang näher zu betrachten:

Emittenten

Als Emittenten bezeichnet man die Herausgeber von Kapitalanlagen. Hiermit sind Institutionen gemeint, die Wertpapiere auf den Geld- oder Kapitalmärkten ausgeben oder mit Hilfe eines Bankenkonsortiums ausgeben lassen.

Zweck einer Emission (Herausgabe) ist die Kapitalbeschaffung bzw. Kapitalerhöhung. Emittenten können:

  • Industrie-, Handels-, oder Verkehrsunternehmen
  • Kreditinstitute
  • Versicherungen
  • Gebietskörperschaften
  • der Staat selbst
  • internationale Institutionen

sein.

Festzins

Unter dem sogenannten Festzins versteht man i.d.R. eine feste bzw. abgestuft fallende oder steigende Verzinsung über die Gesamte Laufzeit.

Hierzu unterscheidet man zwischen

  • Nominalzins – laufende Zinszahlung zu einem festgelegtem Termin z.B. jährlich
  • der „aufgezinsten“ Variante – Auszahlung der Zinsen, Zinseszinsen und Anlagebetrag am Ende der Laufzeit
  • der „abgeszinsten“ Variante – der Anleger bestimmt, wie hoch die Kapitalsumme sein soll, die er zum Ende der Laufzeit ansparen möchte. Zum Kaufzeitpunkt zahlt er die Differenz zwischen dieser festgelegten Kapitalsumme und den Zinsen/Zinseszinsen.

Variable Verzinsung

Darüber hinaus gibt es die variable Verzinsung, deren Grundlage ein Refenzzinssatz bildet (z.B. EURIBOR). Etwas bei den Floating Rate Notes wird kein fester Zinssatz, sondern bestimmte Zinszeiträume festgelegt. Der Vorteil für den Anleger besteht im geringeren Kursrisiko aufgrund der kurzen Zinsfestlegungszeiträume.

Keine Zinszahlung erfolgt bei sogenannten Nullkupon-Anleihen (Zero-Bonds). Dennoch wird hier ein Ertrag erzielt, da der Ausgabekurs geringer als der Rückzahlungskurs ist.

Dividende

Bei der Dividende handelt es sich hingegen nicht um zinsartige Erträge, sondern vielmehr um Teile des Gewinns, den z.B. eine Aktiengesellschaft an ihre Mitglieder oder Aktionäre ausschüttet. Der Gesetzgeber sieht diesen Begriff allerdings nicht vor. In §174 Abs.2 (2) Aktiengesetz wird er als ausschüttender Betrag bezeichnet.

Deshalb spricht man auch bei einer GmbH oder aber bei Investmentfonds nicht von einer Dividende, sondern von einer Gewinnausschüttung.

KGV – Kurs-Gewinn-Verhältnis

Wie bei jeder Form des Gewinns handelt es sich beim Kursgewinn um die Differenz zwischen Ankaufs- und Verkaufskurs eines Wertpapiers – abzüglich aller Kosten. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV), das im Englischen auch als Price-Earning-Ratio (PER) bezeichnet wird, ist ausschlaggebend für die Aktienanalyse. Hierbei wird der Kurs einer Aktie in Relation zu dem Gewinn gesetzt, der für den Vergleichszeitraum bereits gegeben oder aber erwartet wird.

Kosten

Neben den Erträgen sind selbstverständlich auch die Kosten zu berücksichtigen, die in der Gesamtkostenquote (TER) zusammengefasst werden. Hierzu gehören Managementgebühren, Indexgebühren und sonstige Kosten sowie Transaktionskosten. Die anfallenden Gebühren für den Kauf und die Depotverwaltung sollten 1% der Anlagesumme nicht überschreiten.

Möglichst gering fallen die Kosten beispielsweise bei den passiv verwalteten Indexfonds aus, zu denen die börsengehandelten Fonds (Exchange-Traded-Fund: ETF) gehören, die typischerweise über die Börse am Sekundärmarkt erworben und veräußert werden.

Die jährlichen Managementkosten liegen hier im Bereich von 0,1 bis 1%. Außerdem fallen geringere Transaktionskosten an, die Kosten für ein aktives Fondsmanagement sowie der Ausgabeaufschlag entfallen gänzlich.

Börsenhandel

Verfügbarkeit

Interessant ist in der Betrachtung auch die Verfügbarkeit. So ist es bei Aktien generell gewährleistet, dass jeder alle Aktien kaufen kann. So gibt es einige Sonderformen, die auf den internationalen Börsen gehandelt werden:

Die sogenannten A- und B-Aktien.

Bei den A-Aktien handelt es sich um Anteilsscheine, die nur von einheimischen Anlegern gekauft werden dürfen.

Im Gegensatz dazu kann eine B-Aktie ausschließlich von ausländischen Investoren gehandelt werden.

In China gibt es zwei weitere Sonderformen. Zum einen die H-Aktien, die nur von Ausländern in Hongkong gekauft werden dürfen. Und zum anderen die sogenannten Red-Chips, die ausnahmslos an der Hongkonger Börse gehandelt werden, Ausländern aber frei zugänglich sind.

Chancen und Risiken

Bei einem professionellem Fondsmanagement und der entsprechenden Einhaltung bestimmter Punkte wie:

  • regelmäßige Überprüfung
  • breite Streuung
  • langfristige Anlagehorizonte

bietet gerade die Anlage von Aktien eine gute Chance für die ergänzende private Altersvorsorge und den Vermögensaufbau.

Sofern Aktien als längerfristige Kapitalanlage (mindestens 7 Jahre) gesehen werden, bei der etwaige Kursschwankungen ausgeglichen werden können, bietet diese Anlageform optimale Renditen.

Auch auf ausreichende Streuung sollte in diesem Zusammenhang geachtet werden.

Ähnliche Beiträge