Was ist ein Bonus-Zertifikat? – 6 Regeln für den Einsatz eines Bonus-Zertifikats

wie schön wäre es, wenn man eine Aktie kaufen könnte und auch in Seitwärtsphasen oder gar in Zeiten von Kursverlusten eine attraktive Rendite erzielen könnte? Mit einer Aktie ist dies nicht möglich, wohl aber mit einem Bonus-Zertifikat.

Bonus-Zertifikate werden von Banken emittiert, es handelt sich genau genommen um Inhaber-Schuldverschreibungen, die sich auf einen bestimmten Basis-Wert beziehen, z.B. den DAX oder die Daimler-Aktie.

Es gibt verschiedene Arten von Bonus-Zertifikaten, z.B. Bonus-Zertifikate mit einem Cap, d.h. einer Obergrenze, bis zu der die Anleger maximal partizipieren oder Reverse Bonus-Zertifikate, mit denen man auch von fallenden Kursen profitieren kann.

Unsichere Börsen-Phasen überbrücken

Schon beim Kauf eines Bonus-Zertifikates kennt man die Rendite, die möglich ist, ebenso die anderen Ausstattungs-Merkmale wie Laufzeit, Bonus-Betrag und Barriere. Obwohl Bonus-Zertifikate für Anleger einen Risiko-Puffer mitbringen, sind sie nicht risikofrei.

Umso wichtiger ist es, die Funktionsweise genau zu kennen: Der Kurs des Basis-Wertes darf während der gesamten Laufzeit nicht auf die Barriere oder darunter fallen, da ansonsten der Anspruch auf die Zahlung des Bonus-Betrages verfällt. Sollte dieses Ereignis eintreten, verwandelt sich das Zertifikat quasi in die Aktie.

Die Rückzahlung des Zertifikates am Laufzeitende hängt dann einzig vom Stand des Basis-Wertes ab. Sollte dieser nach dem Barriere-Bruch weiter fallen, können unter Umständen auch große Verluste anfallen. Ein Barriere-Bruch muss aber nicht gleichbedeutend mit einem Verlust sein, denn der Basis-Wert könnte bis Laufzeitende ja auch wieder über den Einstandskurs steigen.

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Wann macht ein Bonus-Zertifikat Sinn?

Ein Kauf eines Bonus-Zertifikates ist daher nur ratsam, wenn man zum Basis-Wert eine genaue Marktmeinung hat.

Wenn Sie gegenüber einer Aktie zu skeptisch sind, sollten Sie auch kein Bonus-Zertifikat auf diese Aktie kaufen. Aktien wie z.B. Tesla oder Netflix sind zwar beliebte Basis-Werte für Bonus-Zertifikate, sie schwanken aber sehr stark, so dass auch vermeintlich große Risiko-Puffer schnell schrumpfen können.

Bei ausländischen Basis-Werten besteht außerdem auch ein Währungs-Risiko, da der Bonus-Betrag – um beim Tesla-Beispiel zu bleiben – in US-Dollar anfällt und zum jeweils gültigen Wechselkurs in Euro umgerechnet wird.

Doch auch für dieses Problem gibt es eine Lösung.

Manche Bonus-Zertifikate, die sich auf ausländische Basis-Werte beziehen, sind währungsgesichert, man spricht von „Quanto“-Zertifikaten.

Wenn Sie Wert auf Währungssicherung legen, müssen Sie dies schon bei der Zertifikate-Suche mit berücksichtigen. Außerdem sollten Sie beim Kauf darauf achten, dass das Aufgeld nicht zu hoch ist.

Ein Aufgeld heißt, dass der Kurs des Zertifikats beim Kauf über dem des Basis-Wertes liegt. Läuft der Basis-Wert nicht in die erhoffte Richtung, wird das Aufgeld abgebaut und es kann eine schmerzhafte Hebelwirkung entstehen.

Was ist ein Bonus-Zertifikat?

6 Regeln für den Einsatz eines Bonus-Zertifikats:

1. Setzen Sie als aktiver Anleger in Ihrem Depot auch auf Bonus-Zertifikate, denn das macht Sie flexibler und unabhängiger von unterschiedlichen Börsen-Phasen.

2. Denken Sie daran: Auch bei einem Bonus-Zertifikat bedeutet eine höhere Rendite gleichzeitig ein höheres Risiko.

3. Kaufen Sie ein Bonus-Zertifikat nur, wenn Sie einen Fall der Aktie unter die Barriere bis zum Laufzeitende für unwahrscheinlich halten. Die Chart-Technik kann Ihnen Hinweise dafür liefern.

4. Setzen Sie trotz des Sicherheitspuffers des Bonus-Zertifikats besser eine eigene Stop-Loss-Marke. Diese sollte über der Barriere liegen.

5. Sie müssen das Bonus-Zertifikat nicht unbedingt bis zum Ende halten. Wenn die Bonus-Rendite weitgehend ausgeschöpft ist, können Sie auch vorzeitig verkaufen.

6. Lassen Sie lieber die Finger von Bonus-Zertifikaten mit sehr hohen Bonus-Renditen (über 20%), denn das Verlust-Risiko ist entsprechend höher. Als Faustregel hat sich folgende Kombination bewährt: 10 bis 15 Prozent Bonus-Rendite bei einem Sicherheitspuffer von 20 bis 25 Prozent.

Allerdings gibt es Marktphasen, in denen solche Bonus-Zertifikate nur schwer zu finden sind, da der Preis von Faktoren wie Volatilitäten und Gegebenheiten an den Termin-Märkten abhängt.

Es kann sich in solchen Fällen lohnen, ein paar Wochen zu warten, bis sich die Marktbedingungen wieder verbessert haben.

Mein Fazit

Ein Bonus-Zertifikat ist eine sinnvolle Investition und dem direkten Kauf der Aktie überlegen, wenn Ihre eigene Markterwartung und Ihr Anlagehorizont mit der Ausstattung des Zertifikats zusammenpassen.

Schlechte Börsenphasen können dank Bonus-Zertifikate mit attraktiven Renditen überbrückt werden. Doch Vorsicht: Ausgewachsene Börsen-Crashs kann man auch mit Bonus-Zertifikaten nicht einfach aussitzen.

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