BITCOIN ÜBERSPRINGT 15.000-DOLLAR-MARKE

Der Bitcoin (BTC) eilt von Jahreshoch zu Jahreshoch. Nach der Überwindung der 15.000-Dollar-Marke steigen die Chancen auf ein neues Rekordhoch.

Trotz einer überkauften Situation sprechen einige Indikatoren für weiter steigende Bitcoin-Kurse.

Dazu gehört der Trendfolge-Indikator MACD sowie der Williams-Indikator, ebenfalls ein Trend-Indikator, der auf weiter steigende Bitcoin-Kurse hindeutet.

Gleichzeitig sprechen auch verschiedene On-Chain Indikatoren wie z.B. das NVT Ratio (Net Value Transaction Ratio), das jüngst ebenfalls ein Kauf-Signal generiert hat, für weiter steigende Kurse.

Allerdings sollten Anleger vorsichtig sein. Der Bitcoin (BTC) ist binnen eines Monats um über 40% gestiegen – ein starker Anstieg binnen kurzer Zeit.

Mit jedem Tag, an dem die Kurs-Rallye beim Bitcoin jetzt noch weitergeht, steigt auch das Risiko für Anleger, die jetzt noch auf den Zug aufspringen.

Institutionelle Anleger setzen auf Bitcoin und Ether

Trotz oder auch wegen der steigenden Krypto-Kurse wächst das Interesse der institutionellen Anleger am Bitcoin (BTC) und auch an Ethereum (ETH).

Sowohl der Grayscale Bitcoin Trust (GBTC) als auch der Grayscale Ethereum Trust (ETHE) verzeichneten in den letzten Wochen Rekordzuflüsse, so Grayscale.

Der Bitcoin Trust von Grayscale konnte sich in der letzten Oktoberwoche über einen Zufluss von 215 Mio. US-Dollar freuen, die auch gleich in Form von 15.907 neuen Bitcoins angelegt wurden.

Seit April 2020 wachsen auch die investierten Gelder im Grayscale Ethereum Trust (ETHE). Inzwischen verwaltet Grayscale über seinen Ethereum Trust Ether (ETH) im Wert von ca. 1 Mrd. US-Dollar – ebenfalls ein neuer Rekord. Unter dem Strich haben Grayscale und der amerikanische Fintech-Star Square im vergangenen dritten Quartal Bitcoins im Wert von 2,3 Mrd. US-Dollar für Kunden eingesammelt.

Auswirkungen der US-Wahl

Laut US-Medien hat der Demokrat Joe Biden die Wahl gewonnen, wenngleich der Herausforderer Donald Trump die Wahl anfechten will.

Biden hat sich bislang gegenüber Kryptowährungen nicht eindeutig positioniert.

Bekannt ist nur, dass Biden selbst keine Kryptowährungen hält. Das Team rund um Biden gilt aber als Krypto-affin. Marktbeobachter rechnen unter Biden mit einer weiteren Regulierung des Krypto-Marktes.

Dabei könnte dem Krypto Markt zu Gute kommen, dass der Krypto-Fan Andrew Yang im Biden-Lager ist.

Dem Team von Vize-Präsidentin Kamala Harris gehört Ryan Montoya an, der zuvor als Chef-Technologe bei den Sacramento Kings tätig war. Das NBA-Basketball-Team gilt als besondere Bitcoin-freundlich.

Dennoch dürfte die Regulierung des Krypto-Sektors nicht ganz oben auf der Do-do-Liste der neuen US-Regierung stehen. Die Corona-Krise und das Ringen um ein weiteres Stimulus-Paket dürfte in den nächsten Wochen und Monaten das politische Geschehen prägen.

Weitere Stützungsmaßnahmen erwartet

Denn:

Aufgrund der anhaltenden Corona-Krise ist die USA auf weitere Förderungsmaßnahmen (Stimulus) angewiesen, um die Wirtschaft zu stützen.

Das bedeutet: Die USA werden voraussichtlich noch mehr Schulden machen, um die Corona-Krise zu bekämpfen. Dies könnte tendenziell eine höhere Inflation in Verbindung mit einer fortschreitenden Geldentwertung nach sich ziehen, was natürlich eher positiv für den Bitcoin (BTC) ist.

Denn nicht nur immer mehr institutionelle Investoren und Privatanleger, sondern auch immer mehr Firmen sehen im Bitcoin offenbar einen sicheren Hafen, um ihr Vermögen vor einer höheren Inflation zu schützen. Daher gehe ich davon aus – ebenso wie die Fund-Legende Bill Miller – das auch jede größere Investment-Bank künftig in irgendeiner Form Bitcoin oder Gold im Portfolio halten wird.