Bitcoin Prognose – Droht ein neuer Bitcoin-Winter?

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Neue Bitcoin Prognose

Angesichts des Aufschwungs der vergangenen Monate und der aktuellen Korrektur haben viele Anleger wieder das Jahr 2018 vor Augen, als der Bitcoin (BTC) nach seinem Anstieg wieder um mehr als 70% abstürzte.

Steht uns nach diesem Bullen-Markt womöglich dieselbe Entwicklung bevor?

Wir gehen darauf ein, was für und gegen einen erneuten „Krypto-Winter“ spricht:

Nachdem der Bitcoin (BTC) Mitte März ein neues Allzeithoch bei über 60.000 US-Dollar markieren konnte, hat die Krypto-Währung zuletzt wieder konsolidiert.

Auf 1 Jahr gesehen, hat der Bitcoin dennoch eine beeindruckende Preissteigerung erfahren: Die führende digitale Währung hat sich etwa ver-7-facht.

Für viele Anleger stellt sich daher nun die Frage, was dieser parabolischen Phase folgen wird.

Was sagt die Bitcoin-Vergangenheit?

Den ersten bekannten Bitcoin-„Bullen-Markt“ gab es ab Anfang 2013, als die digitale Währung von unter 10 auf mehr als 250 US-Dollar stieg – gefolgt von einer etwa 70%-igen Korrektur.

Noch Ende desselben Jahres setzte Bitcoin (BTC) zu seinem ersten großen Anstieg auf über 1.000 US-Dollar an, wiederum gefolgt von einer langen Durststrecke im Jahr 2015.

Anschließend kam es zu einer langen Kurs-Rallye, die 2017 bei knapp 20.000 US-Dollar gipfelte – und Bitcoin einer breiten Masse bekannt machte.

Es folgte eine lange Konsolidierungsphase in 2018/19, während der Bitcoin (BTC) zwischenzeitlich 80% seines Wertes verlor.

Seit dem letzten Tief im März 2020 hat die Krypto-Währung aber bekanntlich zu ihrer – absolut gesehen größten – Kurs-Rallye angesetzt, die bis heute andauert.

Anders als den bisherigen Kurssteigerungen ging dieser – wohl auch bedingt durch die aktuelle Geld-Politik – eine ungewöhnlich kurze Anlaufphase voraus.

Es lässt sich also festhalten, dass Bitcoin (BTC) zweifelsohne eine sehr volatile Anlage-Klasse ist, die eine Neigung zur Blasenbildung hat:

Euphorische Phasen wechselten sich mit Zitterpartien ab, mehrmals korrigierte das Krypto-Geld um über 70%.

Tatsächlich wurde bisher jeder der exponentiellen Anstiege von einer ausgedehnten Korrektur begleitet. Die bisherige Entwicklung des Bitcoin würde also für einen deutlichen Kursrückgang nach Ende dieses Bullen-Marktes sprechen.

Sollte es dieses Mal anders sein?

Relativ gesehen zur Größenordnung der letzten Kurs-Rallyes wäre im aktuellen Bullen-Markt noch Luft nach oben.

Seit dem letzten Tief im Zuge der Corona-Krise hat sich Bitcoin (BTC) etwas mehr als ver-10-facht. Bei früheren Kurssteigerungen waren teils größere Vervielfachungen zu beobachten.

Das ist einer der Gründe, warum Bitcoin-Bullen baldige Kurse jenseits der 100.000 US-Dollar sehen.

So äußerte sich auch kürzlich der Krypto-Unternehmer Bobby Lee, dass Bitcoin (BTC) in diesem Bullen-Markt auf bis zu 300.000 US-Dollar steigen könnte, sofern die Krypto-Währung dem historischen Muster folgt.

Er bezieht sich dabei auf die Bitcoin-„Bullen-Markt-Zyklen“:

Dabei macht man die Preisentwicklung des BTC an den „Halvings“ alle 4 Jahre (Halbierung der Blockbelohnung) fest. Daran lässt sich auch das „Stock-to-Flow“-Modell anknüpfen, das die neu ausgegebenen Bitcoins in Relation zum gesamten Umlauf setzt.

So wird der Krypto-Währung bei sinkenden Blockbelohnungen ein höherer Preis zugestanden, allerdings nähert sich der Bitcoin zusehends dem Bubble-Territorium, was tendenziell für eine Überhitzung spricht (siehe Grafik).

Stock to flow modell Bitcoin

Bisher war das Modell oft zutreffend:

Allerdings sieht es nach einem ausgedehnten dritten Bullen-Markt auch einer deutlichen Korrektur vor – dieser „Krypto-Winter“ könne mehrere Jahre andauern und dem in 2018 ähneln, so Bobby Lee.

Gleichzeitig sollte man aber bedenken, dass die Zyklen nicht sehr exakt sind und dieses Bewertungs-Modell nur eines von mehreren ist.

Veränderung des Anlage-Verhaltens

Mit jeder Kurs-Rallye konnte Bitcoin (BTC) bisher neue Nutzer gewinnen, was der Krypto-Währung zu großen Netzwerk-Effekten verholfen hat.

Das ist auch in diesem Bullen-Markt nicht anders zu erwarten.

Allerdings sollte man bedenken, dass bei der aktuellen Marktkapitalisierung von knapp einer Billion US-Dollar der Bitcoin in einer Größenordnung angelangt ist, die ihn tendenziell weniger flexibel machen. Es werden dann größere Volumina erforderlich, um den Preis zu beeinflussen.

Während die Bullen-Märkte der vergangenen Jahre vor allem von Privatanlegern getragen wurden, wird dieses Mal auch eine neue Investoren-Gruppe für den Anstieg mitverantwortlich gemacht: 

Die institutionellen Anleger.

Deren Engagement ist ein mögliches Argument gegen einen „Krypto-Winter“. Immerhin sind diese bekannt dafür – anders als so mancher Privatanleger – sich tendenziell langfristig zu beteiligen. Und das in der Regel mit einer konkreten Abschätzung des Risikos.

In Bezug auf 2017 lässt sich auch noch ein weiterer Unterschied feststellen: 

Bitcoin (BTC) diente damals für viele Investoren als „Einfallstor“ in den Krypto-Markt, um sich an einem der zahlreichen ICOs (Initial Coin Offerings) zu beteiligen.

Die diesjährige ICO bzw. Altcoin-Saison ist jedoch bisher nicht so ausgeprägt wie damals, vielmehr ist häufiger der Bitcoin selbst das Ziel der Anleger. So mausert sich die Krypto-Währung – für professionelle wie private Anleger – immer mehr zu einer eigenen Anlage-Klasse.

Bitcoin Prognose anhand des Bitcoin Charts

Mein Fazit:

Für die meisten Investoren hat sich der aktuelle Bitcoin-Bullen-Markt sehr bezahlt gemacht.

So nahe am Allzeithoch dürfte es kaum Investoren geben, die Verluste eingefahren haben. Kurzfristig konnte Bitcoin (BTC) zwar über sein letztes Hoch ausbrechen, mittlerweile wurden diese Kursgewinne aber wieder abgegeben.

Eine längere Konsolidierung erscheint nach solch einem Anstieg durchaus wahrscheinlich.

Der Trendfolge-Indikator MACD hat am 20. März ein bärisch Cross-Over geliefert, was tendenziell für eine weitere Konsolidierung spricht. Der einfache 50-Tage-Durchschnitt (siehe blaue Linie oben im Chart) hat den Bitcoin-Kurs zunächst gestützt.

Über den Berg ist die führende Krypto-Währung aber noch nicht. Fällt der Bitcoin deutlich unter 50.000 US-Dollar, eröffnet sich weiteres Abwärtspotenzial.

Die heutige Situation lässt jedoch auch vermuten, dass eine Abwärtsbewegung nicht ganz so stark ausfallen könnte, wie in der Vergangenheit.

Welche Argumente stärker wiegen, wird erst die zukünftige Entwicklung zeigen.

Was die Historie jedoch deutlich macht, ist, dass Anleger mit starken Nerven bisher immer belohnt wurden.

Ein Blick in die Vergangenheit zeigt die enorme Erfolgsgeschichte des Bitcoin (BTC), der im letzten Jahrzehnt nicht nur eines der erfolgreichsten Assets überhaupt war, sondern auch die Grundlage für einen völlig neuen Markt geschaffen hat. Gleichzeitig wird der Einsatz der Blockchain-Technologie heute, weit über die Finanz-Branche hinaus, vorangetrieben.

Fabian Beining Investmentberatung

Über den Autor

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