Ava Labs – Was kann der neue DEFI-Star?

Ava Labs (AVAX) gilt als eines der vielversprechendsten Projekte im Krypto-Bereich.

So konnte das Blockchain-Projekt, das von Cornell Professor Emin Gün Sirer geführt wird, im Sommer dieses Jahres binnen 4,5 Stunden 42 Mio. US Dollar einsammeln. Insgesamt flossen dem Projekt damit rund 60 Mio. US-Dollar zu. Unterstützt wird das Projekt von namhaften Investoren wie Galaxy Digital, Bitmain und Initialized Capital.

Seit dem ICO (Preis: 0,50 US-Dollar) legte der AVAX Coin um rund 500% zu. Doch was steckt hinter dem ehrgeizigen Blockchain-Projekt?

Was ist Ava Labs?

Hinter Avalanche (AVAX) steht Ava Labs mit Sitz in New York.

Das Team rund um Ava Labs Gründer Emin Gün Sirer, John Wu (President) und Kevin Sekniqi (Chief Operator) hat das Ava Labs Protokoll in den letzten 2 Jahren entwickelt.

Das Mainnet ist seit dem 21. September 2020 online. Avalanche möchte sich als das Internet der Finanzen im Markt positionieren und schnelle dezentrale Finanz-Anwendungen (DeFi-Apps) ermöglichen.

Die Besonderheiten von Ava Labs

Um dieses Ziel zu erreichen, bringt Avalanche (AVAX) besondere Eigenschaften mit, die das Protokoll schnell, sicher, dezentral und hochgradig skalierbar machen.

Dies erreicht Avalanche durch einen neuartigen Mechanismus, der aus einer Kombi von 2 Consensus Protokollen besteht:

Ein DAG (Directed Acyclic Graph) optimiertes Consensus Protokoll (Avalanche), dass Transaktionen parallel abwickeln kann, sowie Snowman, ein Blockchain-optimiertes Consensus Protokoll.

Snowman ist insbesondere für schlaue Verträge (Smart Contracts*) zugeschnitten.

Sowohl die Plattform-Blockchain als auch die Smart Contract Chain haben das Snowman Consensus Protokoll implementiert.

Das bedeutet:

Avalanche besteht im Prinzip aus einem Primär-Netz und sog. Sub-Netzen, die individuell auf das jeweilige Blockchain-Projekt zugeschnitten werden können (private oder öffentliche Blockchains).

Durch diesen Aufbau ist Avalanche in der Lage, über 4.500 Transaktionen pro Sekunde (TX/s) abzuwickeln. Gleichzeitig sollen Überweisungen binnen 3 Sekunden final bestätigt sein (TX nicht mehr umkehrbar). Darüber hinaus ist Avalanche resistent gegenüber sog. 51%-Attacken.

Was macht Avalanche so sicher und schnell?

Anders als andere Proof of Stake (PoS) Blockchains setzt Avalanche auf einen führungslosen Byzantine Fault Tolerance (BFT) Algorithmus basierend auf Metastabilität.

Das bedeutet:

Ein Node nimmt per Zufall eine Stichprobe (Randomized Sampling) aus einer Reihe anderer Nodes und gleicht seinen eigenen Zustand mit diesen Rechnern ab, um herauszufinden, welche Transaktionen gültig sind und welche nicht.

Der Rechner passt dann seinen eigenen Status automatisch an, wenn dieser Zustand von der Stichprobe abweicht. Haben die anderen Nodes den gleichen Zustand, bleibt auch der Status des ausgewählten Nodes gleich.

Je mehr Stichproben genommen werden, desto schneller wird die Einigung (Consensus) über den Zustand des Netzes erreicht – dies geschieht in Millisekunden.

Dadurch, dass Avalanche eine führungslose PoS Chain ist, gibt es keine Angriffsvektoren, die einen etwaigen Block-Produzenten abschießen können. Anders als der HotStuff Algorithums, der vom Facebook Projekt Libra eingesetzt wird, unterstützt Avalanche mehrere 1.000 Nodes auf seinem Netz.

Die Kryptowährung AVAX

Die Kryptowährung AVAX ist ein Coin, der auf der Blockchain nicht nur als Werttransfer zum Einsatz kommt. AVAX ist auch ein Mitbestimmungs-Token (Governance) und ein Staking-Coin.

Das bedeutet, Validatoren in Avalanche müssen mind. 2.000 AVAX vorhalten, um am Absicherungsprozess teilnehmen zu können.

Die Belohnungen des Validators für das Bestätigen von Transaktionen orientieren sich am Prozentanteil des Validators am Gesamt-Stake. Darüber hinaus werden die Gebühren verbrannt, so dass AVAX eine deflationäre Kryptowährung ist.

Je länger Validatoren ihre Coins staken, desto tendenziell höher ist die Rendite (Staking-Leitfaden, Staking-Rendite: 7-12%). Bei 100% Staking Auslastung sollen in 20 Jahren alle Coins am Markt ausgeschüttet sein.

Chancen:

Kann sich Avalanche gegen andere DeFi-Projekte am Markt durchsetzen, sind die Chancen enorm, denn bereits heute sind über 10 Mrd. US-Dollar in diesem Bereich investiert.

Risiken:

Derzeit kämpfen viele DeFi-Projekte um die Gunst von Investoren und Entwickler. Bleibt die Adoption aus, kann auch dieses Projekt wieder in der Bedeutungslosigkeit verschwinden.

MEIN FAZIT

Avalanche ist noch ein sehr junges, aber vielversprechendes Projekt. Je mehr Subnetze auf Avalanche entstehen, desto höher ist die Nachfrage nach AVAX Coins. Ob sich Avalanche im DeFi-Bereich durchsetzen und Entwickler sowie Firmen überzeugen kann, wird sich erst in 2 bis 3 Jahren zeigen.