Apple-Aktie – Apple mit Sicherheitsmarge über Berkshire Hathaway kaufen

Der sensationelle Anstieg von der Apple-Aktie hält die Börsenwelt in Atem.

Die Schallmauer bei der Marktkapitalisierung von 2 Billionen US-Dollar ist gefallen. Nur Tesla bekommt momentan noch mehr Aufmerksamkeit.

Meiner Meinung kann es in dem Stil bei Apple nicht weitergehen. Aber es gibt eine Alternative mit der sich Apple quasi mit Discount kaufen lässt: Berkshire Hathway. Nachfolgend erkläre ich, warum.

Apple ist ja bereits einige Quartale die größte Position im Investmentvehikel von Warren Buffett, Berkshire Hathaway.

Durch den extremen Anstieg von Apple beträgt alleine der Wert dieser Position im Berkshire-Portfolio bei dort vorhandenen 245.155.566 Aktien auf Basis des heutigen vorbörslichen Apple Kurses von 511,80 $ 125,5 Milliarden US-Dollar.

Hinzu kommt der Cashbestand von 147 Milliarden US-Dollar (zum 30.06.; inzwischen dürfte er auf über 150 Milliarden US-Dollar angewachsen sein) sowie der gesamte restliche Wert des Berkshire-Portfolios an börsennotierten(!) Aktien.

Der lag zum 30.Juni bei 113 Milliarden US-Dollar.

Seither ging es auch am Gesamtmarkt nochmals deutlich nach oben. Der Wert dürfte inzwischen locker bei 120 Milliarden US-Dollar liegen. Das heißt nur diese Komponenten, also Apple-Beteiligung + börsennotiertes restliches Portfolio + Cashbestand, haben aktuell einen Wert von 395,5 Milliarden US-Dollar

Berkshire Hathaway Kurs

Die Marktkapitalisierung von Berkshire insgesamt liegt aber aktuell nur bei 495 Milliarden US-Dollar.

Das heißt, das ganze restliche Geschäft wird nur mit ziemlich exakt 100 Milliarden US-Dollar bewertet. Selbst wenn man konservativ vorgeht und den Float aus dem Versicherungsgeschäft von aktuell 130 Millionen US-Dollar addiert (Float sind die Prämienüberschüsse, die nicht Berkshire gehören, weil sie in Zukunft ausbezahlt werden müssen. Gleichzeitig wird dieser Float aber immer wieder durch neu eingenommene Prämien aufgefüllt) kommt man auf eine Bewertung des restlichen nicht-börsennotierten Portfolios von nur 230 Millionen US-Dollar.

Zu diesem Portfolio gehören so werthaltige Unternehmen wie die Burlington Northern Santa Fe (BNSF) Eisenbahngesellschaft sowie große Teile der Versicherungs- und Energiebeteiligungen.

Dieses Portfolio hat zusammengenommen in 2019 operative Gewinne von 24 Milliarden US-Dollar erzielt.

Das bedeutet:

Beim aktuellen Kurs von Berkshire Hathaway wird diesem gesamten Portfolio nur eine Bewertung von weniger als dem 10fachen der 2019er-Gewinne zugestanden.

Das ist nicht einmal die Hälfte der Bewertung, die den S&P 500-Unternehmen Ende des vergangenen Jahres auf Basis der operativen Gewinne zugestanden worden ist (nämlich das 23fache).

Angebracht wäre aber angesichts der klar überdurchschnittlichen Qualität und Ertragskraft dieser Beteiligungen (bei gleichzeitiger Berücksichtigung des langsameren Wachstums) mindestens eine Bewertung mit dem 15fachen operativen Gewinn, also mit 360 Milliarden US-Dollar abzüglich 130 Milliarden US-Dollar Float = 230 Milliarden US-Dollar.

Addiert man diese 230 Milliarden dann zu den 395,5 Milliarden US-Dollar ergibt sich eine faire Bewertung für die Aktie von 625,5 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einer Kurschance von 26,6 %.

Würde man das nicht börsennotierte Portfolio mit dem 20fachen Gewinn bewerten (was sicher immer noch nicht überzogen wäre), käme man sogar auf eine Marktkapitalisierung von 745 Milliarden US-Dollar oder eine Kurschance von satten 50 Prozent.

Berkshire Hathaway ist aus meiner Sicht bei dieser Konstellation ein sehr guter Kompromiss für Anleger, die einerseits von der Tech-Rallye profitieren möchten, dabei aber nur ein begrenztes Risiko eingehen möchten.